Navigation

Miriam Grüning

  • Organisation: Department Pädagogik
  • Abteilung: Institut für Grundschulforschung
  • Telefonnummer: +49 911 5302-530
  • Faxnummer: +49 911 5302-715
  • E-Mail: miriam.gruening@fau.de
  • Adresse:
    Regensburger Str. 160
    90478 Nürnberg
    Raum 2.011
  • Sprechzeiten:
    Jede Woche Do, 11:00 - 12:00, Raum 2.011, mit Voranmeldung per Email, Raum kann sich ändern, Feriensprechstunde siehe Homepage Startseite unter "Aktuelles"

 

Eigentlich braucht jedes Kind drei Dinge: Es braucht Aufgaben, an denen es wachsen kann, es braucht Vorbilder, an denen es sich orientieren kann und es braucht Gemeinschaften, in denen es sich aufgehoben fühlt.“

(Gerald Hüther)

 

Miriam Grüning

geb. Biber

Kinder: Lina (2008) und Anika (2012)

seit 01.04.2018 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und -didaktik mit dem Schwerpunkt Heterogenität, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
seit 01.05.2016 Projektmitarbeiterin und Doktorandin im DFG-Projekt COPRA (Coaching im Praktikum), Lehrstuhl für Schulpädagogik, Friedrich-Otto-Universität Bamberg
seit 01.10.2015 Masterstudium „Erziehungswissenschaftlich-Empirische Bildungsforschung“ an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
2014 – 2015 Ausbildung zum nlp-Resonanz-Coach
2014/2015 Mobile Reserve an Grund- und Mittelschulen im Landkreis Forchheim
2010 – 2012 Lehrerin in Röthenbach a.d.Pegnitz, Geschwister-Scholl-Mittelschule
2008 2. Staatsprüfung für das Lehramt an Hauptschulen
2006 – 2008 Lehramtsanwärterin in Wassertrüdingen und Feuchtwangen
2005 1. Staatsprüfung für das Lehramt an Hauptschulen
2001 – 2005 Studium des Lehramts für Hauptschulen an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

  • Belastungen in einer inklusiven Schule und im gemeinsamem Unterricht begegnen - Ressourcenorientiertes Empowerment für Lehrkräfte
    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)
    Laufzeit: 1. Januar 2018 - 31. Dezember 2019
    Mittelgeber: andere Förderorganisation

    Theoretischer Hintergrund und Forschungsstand
    Durch vielfältige gesellschaftliche Transformationsprozesse (z.B. Flucht und Vertreibung, UN-Behindertenrechtskonvention) und der damit einhergehenden Zunahme der Heterogenität der Schülerschaft nimmt auch die Belastung für Lehrkräfte an Grundschulen zu (Peperkorn & Horstmann, 2018). Lehrkräfte gelten schon lange als hoch belastet und sind öfter als andere Berufsgruppen von Burn-Out und/oder psychischen Krankheiten betroffen, die auch mit Frühpensionierung einhergehen (Chang, 2009; Aloe, Amo & Shanahan, 2014). Belastungen und emotionale Erschöpfung gehen allerdings nicht allein zu Lasten der Gesundheit von Lehrkräften, Forschungsbefunde verweisen auch auf eine geringere Unterrichtsqualität belasteter Lehrkräfte, die wiederum zu Lasten der Schülerinnen und Schüler geht (Klusmann & Richter, 2014). Für ein erfolgreiches Belastungsmanagement wird theorieübergreifend die Bedeutsamkeit des Verhältnisses von Anforderungen und Ressourcen betont (Bakker & Demerouti, 2007; Lazarus & Folkman, 1984; Hobfoll, 1989). Es gibt empirische Hinweise dafür, dass professionelle Handlungskompetenz (Peperkorn/Horstmann, 2018) sowie personale, soziale und emotional-energetische Ressourcen (z.B. Döring-Seipel & Dauber, 2010) für ein erfolgreiches Belastungsmanagement besonders bedeutsam sind.

    Fragestellungen
    Ungeklärt ist bislang die Frage, welche Fälle und Situationen von den Grundschullehrkräften in inklusiven Settings als besonders belastend wahrgenommen werden und welche Ressourcen und Strategien die Lehrkräfte im Umgang mit diesen Belastungen nutzen. Das Kooperationsprojekt BISU erfasst daher die wahrgenommenen Belastungen und Ressourcen von Grundschullehrkräften in inklusiven Settings, um Ansatzpunkte zur Qualifizierung zu identifizieren. Hierauf aufbauend wird ein modulares Fortbildungskonzept entwickelt, das sich an authentischen Fallbeispielen orientiert, um möglichst „close to the job“ (Lipowsky & Rzejak, 2017) an vorhandene Erfahrungen von Lehrkräften anknüpfen zu können.

    Projektphasen
    Im ersten Förderjahr (2018) wurden in Teilstudie 1 (Institut für Grundschulforschung) durch inhaltsanalytische Auswertung telefonischer Leitfadeninterviews mit Grundschullehrkräften (N=51) und deren Schulleitungen (N=10) in inklusiven Settings Fortbildungsbedarfe, Belastungen (Fälle und Situationen) sowie Ressourcen (personale, emotional-energetische, soziale Ressourcen) zum Umgang mit diesen inklusionsspezifischen Belastungen identifiziert. In Teilstudie 2 (Lehrstuhl für Arbeitspsychologie) wurden Lehrkräfte (N=45) in einer Critical-Incident-Befragung zu gut oder weniger gut bewältigten Belastungssituationen, ihrem emotionalen Erleben, Verhalten sowie ihren Bewältigungsstrategien in kritischen Situationen befragt. Die Erkenntnisse flossen in die Entwicklung der Fortbildung „LehrKRÄFTE schonen und sinnvoll einsetzen – ressourcenorientiertes Empowerment für den Umgang mit Belastungen in inklusiven Settings ein. In den einzelnen Fortbildungsmodulen werden theoretische Grundlagen vermittelt und in Übungen angewendet, um professionelle Handlungskompetenzen und Ressourcen der Lehrkräfte zu erweitern, indem sie ihre Ressourcen und Belastungen reflektieren (Modul 1), systematisch Lösungsmöglichkeiten im Umgang mit belastenden Fällen entwickeln (Modul 2), Bewältigungsstrategien für unlösbare Fälle (Modul 3) und Möglichkeiten des kollegialen Problemlösens (Modul 4) kennenlernen. Die begleitende, fragenbogenbasierte Evaluation der Fortbildung gibt Auskunft über den subjektiven Lernnutzen und Wirkungen der Fortbildung auf die Selbstwirksamkeit im Umgang mit Belastungen in inklusiven Settings. Aufbauend auf diesen Erkenntnissen erfolgt im zweiten Förderjahr (2019) eine Weiterentwicklung und Ausweitung der Fortbildung sowie die Implementation der Erkenntnisse des Forschungsprojektes in die universitäre Lehre. Die Präsenzphasen der Fortbildung werden hierbei zunehmend abgebaut und durch Online-Elemente zu einem Blended-Learning Format entwickelt, um das Selbststudium und die Selbstreflexion zu intensivieren. Zum anderen wird die Stichprobe der Fortbildungsteilnehmenden um zusätzliche relevante Akteursgruppen (z.B. Lehramtsanwärterinnen und -anwärter) erweitert. Die entwickelten Online-Phasen werden zusätzlich als Bausteine in thematisch bestehende oder neue universitäre Online- oder Blended-Learning-Lehrveranstaltungen implementiert. Das selbstreflexive Lernen soll in der Fortbildung wie auch in den Lehrveranstaltungen durch ein „digitales Tagebuch“ (smart diary) zu Ressourcen und Strategien im Umgang mit Belastungen (Niessen et al., 2017) unterstützt werden.

    Aus dem Forschungsprojekt „BISU“ und der Fortbildung „LehrKRÄFTE“ entstehen derzeit zwei Dissertationsprojekte. In diesen soll unter anderem die Weiterentwicklung, Durchführung und Evaluation des Trainings für Lehramtsanwärter*innen erfolgen. Zudem sollen Auswirkungen der Belastung auf die Unterrichtsgestaltung von Lehramtsanwärter*innen und die Persönlichkeitsentwicklung von Schülerinnen und Schülern näher betrachtet werden.

    Literaturangaben
    Aloe, A. M., Amo, L. C., & Shanahan, M. E. (2014). Classroom management self-efficacy and burnout: A multivariate meta-analysis. Educational Psychology Review, 26(1), 101–126.

    Bakker, A.B. & Demerouti, E. (2007). The job demands‐resources model: state of the art. Journal of Managerial Psychology, 22(3), 309-328.

    Chang, M. (2009). An appraisal perspective of teacher burnout: Examining the emotional work of teachers. Educational Psychology Review, 21(3), 193–218.

    Döring-Seipel, E. & Dauber, H. (2010). Was hält Lehrer und Lehrerinnen gesund – die Bedeutung von Ressourcen, subjektiver Bewertung und Verarbeitung von Belastung für die Gesundheit von Lehrern und Lehrerinnen. Schulpädagogik heute, 1(2). Zugriff am 12.02.2018. Verfügbar unter http://www.schulpaedagogik-heute.de/conimg/SH2_34.pdf

    Klusmann, U., & Richter, D. (2014). Beanspruchungserleben von Lehrkräften und Schülerleistung. Zeitschrift für Pädagogik, 60(2), 202-224.

    Hobfoll, Stevan E. (1989): Conservation of resources. A new attempt at conceptualizing stress. American Psychologist, 44 (3), 513-524.

    Lazarus, Richard S.; Folkman, Susan (1984). Stress, appraisal and coping. New York: Springer Publishing Company.

    Lipowsky, F. & Rzejak, D. (2017). Fortbildungen für Lehrkräfte wirksam gestalten. Erfolgsversprechende Wege und Konzept aus Sicht der empirischen Bildungsforschung. Bildung und Erziehung, 70(4), 379-399.

    Niessen, C., Mäder, I., Stride, C. & Jimmieson, N. L. (2017). Thriving when exhausted. The role of perceived transformational leadership. Journal of Vocational Behavior, 103, 41–51.

    Peperkorn, M. & Horstmann, D. (2018). Gesundheitserleben von Lehrkräften im inklusiven Unterricht. Prävention und Gesundheitsförderung, 15, 607-613.

  • DGfE (Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaften, weitere Infos: Homepage DGfE)

Vorträge

Winkler, A., Hascher, T., Grüning, M. & Rahm, S. (28.06.2018). Möglichkeiten der Mitbestimmung im Praktikum. Erfassung differenter Praktikumskulturen. Vortrag am SGBF-Kongress 2018 „Bildung – Politik – Staat“ an der Universität Zürich, Schweiz.

Grüning, M. & Winkler, A. (08.03.2017): Praktikumskulturen im Vergleich. Eine qualitative Studie als Teil eines binationalen Forschungsprojekts zur Untersuchung der Unterstützungsformen Studierender im Schulpraktikum – COPRA-Studie (Coaching im Praktikum). Vortrag auf dem IGSP-Kongress „Lernen in der Praxis. Professionalisierungsprozesse im Kontext schulpraktischer Studien in der Lehrerbildung“ an der Universität Bochum.

Winkler, A. & Grüning, M. (28.06.2017): Praktikumskulturen im Vergleich. Eine qualitative Studie als Teil eines binationalen Forschungsprojekts zur Untersuchung der Unterstützungsformen Studierender im Schulpraktikum – COPRA-Studie (Coaching im Praktikum). Vortrag auf dem SGBF Kongress 2017 „Lernzeiten – Zeit für Bildung und Erziehung?“ an der Universität Fribourg, Schweiz.

Winkler, A. & Grüning, M. (26.09.2016). Dokumentenanalyse und Ratingkonferenzen als Erhebungsinstrumente zur Analyse der Praxisphasen in der Lehrerausbildung. Vortrag an der Siegener Sommerakademie „Praxisphasen in der Lehrerbildung im Fokus der Bildungsforschung“ an der Universität Siegen.

 

Posterbeiträge

Winkler, A. & Grüning, M. (15.02.2018). Praktikumskulturen in Dokumenten und Dialogen. Dokumentenanalyse und Ratingkonferenzen als Instrumente zur Erfassung differenter Praktikumskulturen von Lehrerinnen- und Lehrerbildungseinrichtungen. Posterbeitrag auf der 6. Jahrestagung der Gesellschaft für Empirische Bildungsforschung „Professionelles Handeln als Herausforderung für die Bildungsforschung“ in Basel, Schweiz.

Bärnreuther, C., Grüning, M., Kraus, M., Kroll, R., Lippert, N., Planer, J., Treml, C., Schwager, V. (21.10.2017). Bildungschancen im Kontext von Flucht und Migration. Ergebnisse eines Round Table. Posterbeitrag zur „Langen Nacht der Wissenschaften“ der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.