Eva-Maria Kirschhock

Dr. Eva-Maria Kirschhock, Akad. ORat

Department Pädagogik
Institut für Grundschulforschung

Raum: Raum 2.018
Regensburger Straße 160
90478 Nürnberg

Sprechzeiten

Sprechstunden in der vorlesungsfreien Zeit am 28.07.2021 von 15-16 Uhr und am 24.08.2021 von 8-9 Uhr. Anmeldung 2 Tage vor dem Termin ist per E-Mail erforderlich!

 

 

Dr. Eva-Maria Kirschhock

geb. 1961

2012 – 2014 Stellvertretende Frauenbeauftragte der Philosophischen Fakultät und Fachbereich Theologie
seit 2009 Akademische Oberrätin am Institut für Grundschulforschung

Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und -didaktik mit dem Schwerpunkt Lehren und Lernen (Prof. Dr. B. Kopp), Philosophische Fakultät und Fachbereich Theologie, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

2004 – 2007 Vertreterin der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
2003 – 2009 Akademische Rätin am Institut für Grundschulforschung

Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und -didaktik I (Prof. Dr. P. Helbig), Philosophische Fakultät und Fachbereich Theologie, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

2003 Promotion

Titel der Dissertation: Entwicklung schriftsprachlicher Kompetenzen im ersten Schuljahr. Empirische Studie im Rahmen eines Vergleichs verschiedener Unterrichtskonzeptionen.

(Betreuung: Prof. Dr. W. Einsiedler)

1999 – 2003 Wissenschaftliche Assistentin am Institut für Grundschulforschung, Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und -didaktik II (Prof. Dr. W. Einsiedler), Philosophische Fakultät und Fachbereich Theologie, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
1994 – 1998 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Grundschulforschung, Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und -didaktik II (Prof. Dr. W. Einsiedler), Philosophische Fakultät und Fachbereich Theologie, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
1990 – 1994 Betreuungslehrerin für Lehramtsanwärter
ab 1987 Lehrerin im Landkreis Neu-Ulm
1987 Zweites Staatsexamen für das Lehramt an Grundschulen
1985 – 1987 Lehramtsanwärterin an Grundschulen des Landkreises Neu-Ulm
1985 Erstes Staatsexamen für das Lehramt an Grundschulen
1980 – 1985 Studium an der Universität Augsburg für das Lehramt an Grundschulen

Schwerpunkte in Forschung und Lehre
  • Entwicklungsprozesse im Lesen und Rechtschreiben bei Grundschulkindern
  • Lesestrategietraining und Lesestrategieforschung
  • Implementationsmanagement in der Lehrerfortbildung
  • Entwicklung und Evaluation von inklusiven Lernsettings im Sachunterricht/Bereich Technik
  • Kooperation Universität – Schule
  • Digitale Medien im Schriftspracherwerb
  • Lernwerkstattarbeit und -forschung

2012

2004

2001

2020

2013

2008

2005

2003

2002

2001

2000

2021

2020

2019

  • Kirschhock, E.-M. (2019). Sucht im Kindes- und Jugendalter. In Munser-Kiefer, Meike; Göttlein, Eva (Hrg.), Gesundheitsförderung. Praxis für die Ganztagsschule. (S. 84-99). AfG-Media.
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2017

2011

2010

2009

2007

2006

2005

  • Kirschhock, E.-M. (2005). An das Sprachwissen der Kinder anknüpfen. In Helbig, P., Kirschhock, E.-M. & Martschinke, S. (Eds.), Schriftspracherwerb im entwicklungsorientierten Unterricht. Lernwege bereiten und begleiten. (pp. 43-52). Bad Heilbrunn: Klinkhardt.
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  • Kirschhock, E.-M. (2005). Schriftspracherwerb verändert Sprachbewusstsein. In Götz, M., Müller, K. (Eds.), Grundschule zwischen den Ansprüchen der Individualisierung und Standardisierung. (pp. 183-192). Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.
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  • Kirschhock, E.-M. (2005). Entwicklungsorientiert diagnostizieren. In Helbig, P., Kirschhock, E.-M. & Martschinke, S. (Eds.), Schriftspracherwerb im entwicklungsorientierten Unterricht. Lernwege bereiten und begleiten. (pp. 29-42). Bad Heilbrunn: Klinkhardt.
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2002

2001

2000

1999

1997

1996

2014

2005

2019

2021

  • Digitaler Campus

    (Drittmittelfinanzierte Gruppenförderung – Gesamtprojekt)

    Laufzeit: 1. Januar 2017 - 31. Dezember 2021
    Mittelgeber: Bundesministerien, Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst (ab 10/2013)
    URL: http://www.uni-regensburg.de/projekte/digitaler-campus/index.html

    Die zunehmende Digitalisierung aller Lebensbereiche erfordert als Folge auch eine Digitalisierung im Bildungssystems. Digitale Medien bieten vielfältige Möglichkeiten. Das Projekt „Digitaler Campus“ beabsichtigt bei Studierenden des Lehramts an Grundschulen Kompetenzen der Digitalen Bildung zu fördern. Ausgangspunkt ist die überlegung, dass Kompetenzen bei Schülern insbesondere dann erreicht werden können, wenn Kompetenzen auf der Lehrerseite verfügbar sind. Diese wiederum bedürfen der Kompetenzen der Dozierenden in der Lehramtsausbildung.

    Im Rahmen des für die Studierenden zu erwerbenden Zertifikats „IT-Kompetenz“ werden allgemeine Kompetenzen im professionalisierten Umgang mit Medien sowie mediendidaktische und medienerzieherische Kompetenzen gefördert. Im Fokus stehen das medienbezogene Professionswissen, Reflexion und Kritik existierender medialer Lernumgebungen und die Fähigkeit einer eigenen Gestaltung von Lernumgebungen. Ob sich diese auf Schüler auswirkt, soll mit Hilfe der UR-Klassen belegt werden.

    ProjektpartnerHochschulübergreifende ZusammenarbeitUniversität Regensburg:

    Projektleitung: Dr. Michael Haider, Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und -didaktik

    Prof. Dr. Astrid Rank, Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und -didaktik

    Alexandra Pöferlein, Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und -didaktik

    Prof. Dr. Petra Kirchhoff, Professur für Fachdidaktik Englisch

    Prof. Dr. Anita Schlicher, Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur

    Johannes Wild, Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur

    Prof. Dr. Stefan Krauss, Lehrstuhl für Didaktik der Mathematik

    Andreas Eberl, Lehrstuhl für Didaktik der Mathematik

    Prof. Dr. Silke Schworm, Professur für Erziehungswissenschaften (Schwerpunkt “Lernen mit visuellen Medien”), UR-Klassen

    Stefan Prock, Projektkoordinator UR-Klassen

    Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg:

    Dr. Günter Renner, Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und -didaktik

    Dr. Eva-Maria Kirschhock, Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und -didaktik

    Prof. Dr. Sabine Martschinke, Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und -didaktik

    Prof. Dr. Bärbel Kopp, Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und -didaktik

    Projektinhalt

    Das Projekt “Digitaler Campus” strebt eine Stärkung domänspezifischer IT-Grundkompetenzen für Dozierende und Studierende des Lehramts an Grundschulen an. Dabei wird eine Einbindung des Lehrangebots in den Studiengang “Lehramt an Grundschulen” auf drei Ebenen fokussiert:

    Erreicht werden soll eine Förderung der Kompetenzen von Hochschuldozenten, Lehramtsstudierenden und SchülerInnen im Bereich der digitalisierten Welt. Im Programm werden allgemeine Kompetenzen im professionalisierten Umgang mit Medien sowie mediendidaktische und medienerzieherische Kompetenzen gefördert. Eine höhere Kompetenz der Dozierenden soll in den Lehrveranstaltungen zu einem höheren Output durch Modelllernen und einem höheren mediendidaktischen Niveau der Veranstaltungen beitragen, somit auch zu einer Erweiterung der Kompetenzen der Studierenden. Geschult werden soll auf Medien bezogenes Professionswissen, Reflexion und Kritik existierender medialer Lernumgebungen und die Fähigkeit einer eigenen Gestaltung von Lernumgebungen. Ob sich diese auf Schüler auswirkt, soll mit Hilfe der UR-Klassen belegt werden.

    Im Rahmen dessen können Studierende das “Medienpädagogik Basiskompetenzen-Zertifikat” erwerben. Dies wird zunächst für das Lehramt an Grundschulen angeboten, wobei weiterfolgend die Möglichkeit der Realisierung für die Lehrämter an Mittelschulen, Realschulen und Gymnasien angestrebt wird.

    Pressemitteilung der Universität Regensburg zum Projekt “Digitaler Campus” http://www.uni-regensburg.de/pressearchiv/pressemitteilung/700005.html

  • Digitale Medien im Schriftspracherwerb

    (Drittmittelfinanzierte Gruppenförderung – Teilprojekt)

    Titel des Gesamtprojektes: Digitaler Campus Bayern
    Laufzeit: 1. Januar 2017 - 31. Dezember 2021
    Mittelgeber: Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst (ab 10/2013)

    Die zunehmende Digitalisierung aller Lebensbereiche erfordert als Folge auch eine Digitalisierung im Bildungssystems. Digitale Medien bieten vielfältige Möglichkeiten. Das Projekt „Digitaler Campus“ beabsichtigt bei Studierenden des Lehramts an Grundschulen Kompetenzen der Digitalen Bildung zu fördern. Ausgangspunkt ist die überlegung, dass Kompetenzen bei Schülern insbesondere dann erreicht werden können, wenn Kompetenzen auf der Lehrerseite verfügbar sind. Diese wiederum bedürfen der Kompetenzen der Dozierenden in der Lehramtsausbildung.

    Im Rahmen des Projektes werden allgemeine Kompetenzen im professionalisierten Umgang mit Medien sowie mediendidaktische und medienerzieherische Kompetenzen gefördert. Im Fokus stehen das medienbezogene Professionswissen, Reflexion und Kritik existierender medialer Lernumgebungen und die Fähigkeit einer eigenen Gestaltung von Lernumgebungen. Ob sich diese auf Schüler auswirkt, soll mit einer an das Projekt anschließenden Evaluation an ausgewählten Grundschulen erprobt werden.

    Das Projekt „Digitale Medien im Schriftspracherwerb“ ist Teil des Gesamtprojektes „Digitaler Campus – IT4@ll“ in Kooperation mit der Universität Regensburg. Weitere Informationen zum Gesamtprojekt sind abrufbar unter:

    http://www.uni-regensburg.de/projekte/digitaler-campus/index.html

    https://www.stmwk.bayern.de/studenten/digitalisierung/hochschule-digitaler-campus.html

  • Mobile Lernwerkstatt Technik - Erprobung von Unterrichtskonzepten zum Forschenden Lernen

    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)

    Laufzeit: 1. April 2016 - 31. Dezember 2017
    Mittelgeber: Stiftungen

    Die Uni-Lernwerkstatt (Institut für Grundschulforschung) wurde im März 2017 als Bildungspartner der Hermann-Gutmann-Stiftung als eines von 16 herausragenden Projekten ausgewählt, die in der Vernetzung mit den anderen Bildungspartnern das individualisierende Lernen mit dem Ziel der Stärkung des Selbstvertrauens, des Urteilsvermögens und der Lernmotivation der Lernenden und Lehrenden weiterentwickeln sollen. Dabei unterstützt die Stiftung ideell und finanziell (s. Presseartikel hier)                

    Kinder an technische Phänomene heranzuführen ist ein Bildungsziel, das im neuen Lehrplan Plus gestärkt wurde, in der Praxis jedoch oft vernachlässigt wird, da viele Lehrkräfte selbst eine Scheu vor technischen Inhalten haben. Mit den von unserem Institut vorbereiteten Lernumgebungen  „Mobile Lernwerkstatt Technik“ wählen wir einen Zugang, der Kinder unterstützen soll, eigenaktiv einfache Gesetzmäßigkeiten am Beispiel  „Zahnräder“ zu erforschen.

    Die dazu entstandenen Unterrichtsvorschläge führen Lehrkräfte und Kinder in den ersten drei Einheiten in das Forschende Lernen im Sinne des Forschungskreises (in Anlehnung an den Ablauf im „Haus der kleinen Forscher“) und bieten eine Lernumgebung für die nächsten drei Unterrichtseinheiten zum freien Forschen mit eigenen Fragestellungen.

    In der Materialbox der mobilen Lernwerkstatt, die auch von Lehrkräften ausgeliehen werden kann, wird Folgendes zur Verfügung gestellt:

    • einfache Erläuterungen rund um die technischen Möglichkeiten von Zahnrädern und Getrieben (selbst entwickeltes Geheft mit „Basis-Sachwissen" für Lehrkräfte und Schüler zum Nachschlagen)
    • kindgemäße Bücher zur Recherche über Zahnräder und Zahnradgetriebe
    • unterschiedliche Angebote zum Bauen und Erkunden mit Zahnrädern
    • kleine Modelle von Alltagsgegenständen (Fahrrad, Salatschleuder, Bohrer…), an denen die Kinder die Funktion sehen und erforschen können

    Ziele & Vorgehen

      Perspektive der Studierenden und der Lehrkräfte bei der Erprobung

      Bei diesem Projekt werden verschiedene Perspektiven und Erfahrungen zusammengeführt, da das Projekt zunächst von Studierenden durchgeführt und erprobt wird. Lehrkräfte der Grundschule sowie Studierende und Dozierende der Universität bringen ihr Expertenwissen ein, Universität und Praxis arbeiten Hand in Hand.

      Evaluation von offenen Lernumgebungen zum Forschenden Lernen

      • In einem ersten Durchlauf wurden ein Prätest und ein Posttest zur Evaluation des inhaltsbezogenen Zuwachses zum Thema Zahnrad und Zahnradgetriebe bei SchülerInnen (N = 150) eingesetzt.
      • Es wurde ein Selbsteinschätzungsinstrument entwickelt, um die Erfüllung grundlegender psychologischer Bedürfnisse (basic human needs: Autonomieempfinden, Empfinden sozialer Eingebundenheit, Kompetenzerleben) zu erfassen (N = 150).
      • Mikroanalysen ermöglichen einen Einblick in das Aufmerksamkeitsverhalten bei leistungsstarken und leistungsschwachen SchülerInnen (N = 10).
      • Die beispielhafte Analyse der Forscherhefte der SchülerInnen befasst sich mit der Qualität der Dokumentation des freien Forschens (N = 150).
      • Eine derzeit entstehende Videoanalyse einer heterogenen Schülergruppe soll die Phase des freien Forschens im Hinblick auf die Gesprächsanteile der SchülerInnen analysieren: Wieviele Handlungseinheiten sind der organisatorischen, inhaltlichen oder metakognitiven Ebene zuzuordnen?

      Weiterführende Impulse für die Praxis

      Lehrkräfte an Grundschulen können sich die Materialboxen und Unterrichtsvorschläge von der Lernwerkstatt der Universität ausleihen.

      Materialien

      Hier finden Sie in Kürze die Materialliste der Kisten. Die Broschüre „Expertenbuch zum Zahnrad“ für Lehrkräfte und Kinder finden Sie hier.

    • Comenius-Regio - Teilprojekt im Rahmen des Gesamtprojektes Creating Resource Bases for Inclusive Education in Continuing Professional Development (Comenius-Regio-Projekt)

      (Projekt aus Eigenmitteln)

      Laufzeit: 1. September 2013 - 1. August 2015

      Am 1. August 2013 wurde das Comenius-Regio-Projekt gestartet, das aus Mitteln des EU-Programms für lebenslanges Lernen der Europäischen Kommission gefördert wird. Der Auftrag der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (Schwerpunkt Art. 24) bildet dafür den gemeinsamen Hintergrund. Als gemeinsame Aufgabe des Comenius-Projekts wird die Weiterentwicklung gemeinsamen Unterrichts in unterschiedlichen inklusiven Settings (wie z.B. Partner- und Kooperationsschulen oder wohnortnahe Einzelintegration) gesehen.

      Zielsetzung

      Zielstellung des Projekts insgesamt ist es, dass die beiden beteiligten Regionen von den jeweiligen Erfahrungen des anderen lernen. Außerdem geht es um die Neuentwicklung von Konzeptionen und Modulen. Es sollen konkrete unterrichtliche bzw. erzieherische Maßnahmen für einen lernzieldifferenten, kompetenzorientierten Unterricht für die inklusive Beschulung von Grund- und Mittelschülern mit Beeinträchtigungen von den Lehrkräften der beteiligten Schulen entwickelt und erprobt werden. Die Schulen werden durch die weiteren Partner (Hochschulen, Elternverbände) dabei unterstützt. Evaluierte Materialien werden sodann über die „Lernwirkstatt Inklusion“ (= resource base) im Rahmen der lokalen Lehrerfortbildung (continuing professional development) multipliziert (https://lernwirkstatt-inklusion-nl.de/).

      Zielstellung der prozessbegleitenden, wissenschaftlichen Begleitung durch das Institut für Grundschulforschung ist es, durch den „Blick von außen“ gemeinsamen Unterricht exemplarisch zu dokumentieren, um Best Practice, aber auch Schwierigkeiten aufzuzeigen. Dies kann geschehen durch Interviews mit Beteiligten (Lehrkräfte im Tandem, Eltern, Lehrerkollegien), aber auch durch Unterrichts- oder Schülerbeobachtung. Es soll aufgedeckt werden, an welchen Stellen weiterhin Entwicklungsbedarf besteht bzw. welche Elemente der erarbeiteten inklusiven Bausteine bereits umgesetzt werden und Akzeptanz finden. Die Ergebnisse können im Sinne einer Evaluation bewertet und im fortbildenden, fachlichen Austausch aller Beteiligten, aber auch für Multiplikationszwecke genutzt werden. Damit können nachhaltige Prozesse zur Weiterverbreitung angestoßen werden.

      Zudem können im Austausch mit der Partnerregion Cardiff Studierende Erfahrungen sammeln in einer Region, die bereits seit längerer Zeit Inklusionspraxis betreibt. Diese Erfahrungen fließen im Sinne forschenden und selbstreflexiven Lernens in die eigene Lerngeschichte ein. Genauso gut können Studierende der Partnerregion ihre subjektiv erworbene und möglicherweise andere Sichtweise auf Schule und Inklusionspraxis mit den hiesigen Studierenden teilen. Insgesamt sollen Befragungen mit allen Beteiligten dazu anregen, über den Sinn und Zweck regionaler und internationaler Austausch- und Kooperationsprozesse nachzudenken und Kriterien für „gute Kooperation“ auch über die Klasse und die Schule hinweg zu entwickeln.

      Finanzierung 

      Lifelong Learning Programme Comenius

      Application Form 2013 for Comenius Regio Partnerships

      Kooperationspartner

      • Staatliches Schulamt Nürnberger Land, Dr. Gerald Klenk
      • Howardian Teachers Center Cardiff (Wales, United Kingdom)

    • Leseförderung im Leseteam implementieren

      (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)

      Laufzeit: 1. März 2013 - 1. Juli 2013
      Mittelgeber: Stiftungen

      In der AG übergangsmanagement kooperieren Lehrkräfte aus dem aufnehmendenGymnasium mit Viertklasslehrkräften aus den abgebenden Grundschulen, um dieSchüler_innen in Kleingruppen auf den Übertritt in die weiterführenden Schulenvorzubereiten - wobei die Gymnasiallehrkräfte ihre künftigen Schüler_innenübernehmen und die Grundschullehrkräfte die Schüler_innen, die auf Mittel- undRealschulen wechseln werden.

      Zielsetzung

      Implementation eines evaluierten Programms zur Förderung von Lesekompetenzmit Hilfe symbiotisch-partizipativer Fortbildungsmaßnahmen

      Methode: Design, Instrumente, Stichprobe

      Das Projekt unterstützt die Implementation eines evaluierten Programmes zurFörderung von Lesekompetenz (Lesen im Leseteam trainieren, Munser-Kiefer &Kirschhock 2012). Ziel der Studie ist die Evaluation vonsymbiotisch-partizipativ angelegten Fortbildungsmaßnahmen zur Verbesserung derDiagnose- und Förderkompetenz der Lehrkräfte in den Bereichen Leseflüssigkeit,Leseverständnis und Lesemotivation.

      Die Fortbildungsmaßnahmen vermitteln top-down zentrale Informationen zu denBereichen Leseflüssigkeit, Leseverständnis und Lesemotivation und versuchenfallbasiert-situiert auf Basis der eigenen Schüler_innendaten dieunterrichtsbezogene Analysekompetenz der Lehrkräfte zu verbessern.

      Als Diagnoseinstrumente für den IST-Stand und die Entwicklung derSchüler_innenleistungen wird jeweils vor und nach dem Training einLeseverständnistest (IGLU 2001) und ein Strategietest (Kirschhock &Munser-Kiefer 2012) sowie ein Fragebogen zur Erfassung der Lesemotivation(Munser-Kiefer 2014) durchgeführt. Diese quantitativen Daten werden durchqualitative ergänzt, indem parallel Leseteamarbeiten der Schüler_innenvideographiert werden, die dann über Transkriptionen als Fallvignetten derAuswertung sowie der vertieften Reflexion zugänglich gemacht werden. AufLehrer_innenebene werden Einstellungen sowie Diagnosekompetenzen in ihremDifferenzierungsgrad sowie die Akzeptanz der Fördermaßnahmen erfasst. (Stichprobe:10 Grundschulklassen der 4. Jahrgangsstufe im Stadtbereich Nürnberg (N=250)aus der AG übergangsmanagement)

      Publikationen

      Munser-Kiefer, Meike, Kirschhock, Eva-Maria & Martschinke, Sabine (inVorbereitung). Lesemotivationstypen in der Grundschule diagnostizieren.Zeitschrift Grundschule Deutsch.

      Munser-Kiefer, Meike (2014). Leseförderung im Leseteam in der Grundschule.Eine Interventionsstudie zur Förderung von basaler Lesefertigkeit und(meta-)kognitiven Lesestrategien. Band 40. Münster: Waxmann Verlag, Reihe"Empirische Erziehungswissenschaft".

      Munser-Kiefer, Meike & Kirschhock, Eva-Maria (2012). Lesestrategien imLeseteam trainieren. Lehrermanual und Unterrichtsmaterialien. Donauwörth: AuerVerlag.

      Kirschhock, Eva-Maria & Munser-Kiefer, Meike (2012). Lesestrategien imLeseteam trainieren. Materialordner und Zusatzmaterialien. Donauwörth: AuerVerlag.

    • Starke Kinder haben einen starken Anfang: Vom Kindergarten in die Grundschule - Übergangsprojekt zur Persönlichkeitsförderung

      (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)

      Laufzeit: 1. Januar 2009 - 31. Dezember 2011
      Mittelgeber: Stiftungen

      Zielsetzung
      Entwicklung und Evaluation zweier Programme für Kita und Grundschule zur Förderung emotionaler, personaler und sozialer Kompetenzen im übergang

      Methode

      Der Übertritt vom Kindergarten in die Grundschule stellt für Kinder ein kritisches Lebensereignis dar, zu dessen erfolgreicher Bewältigung nicht zuletzt eine stabile, resiliente Persönlichkeit beitragen kann. Ziel des Projekts ist es, Kinder beim Aufbau emotionaler, personaler und sozialer Kompetenzen sowie bei der erfolgreichen Bewältigung des Übergangs gezielt zu unterstützen. Dies geschieht durch zwei erprobte Fördermaßnahmen: „Bertram Blaubauch sucht sein Lachen“ für den Kindergarten und „Eine starke Reise mit der Klasse“ für den Anfangsunterricht der Grundschule. Die beiden kindgemäßen und materialintensiven Maßnahmen greifen auf dieselbe theoretische Grundkonzeption zu und sind in Bezug auf Inhalte und Struktur eng verzahnt sowie im Sinne anschlussfähiger Förderprozesse aufeinander aufbauend. Zusätzlich wurden übergangsspezifische Einheiten entwickelt, die zum Teil gemeinsam von Fachkräften des Kindergartens und der Grundschule durchgeführt werden. Die inhaltliche Kontinuität und die Vernetzung von vorschulische Einrichtung und Grundschule (gemeinsame Fortbildungen, Kooperation und Austausch bei der Durchführung) im Gesamtprojekt sind Qualitätsmerkmale der Intervention. Im Rahmen der Evaluation wird das Projekt mit seinen Förderprogrammen sowohl auf seine Effektivität als auch auf seine Akzeptanz hin überprüft. Dabei wird in systemischer Sichtweise  nicht nur die Perspektive von Fachkräften im Kindergarten und Lehrkräften erfasst, sondern auch die Perspektive von Kindern und Eltern. Beteiligt sind 28 Kindergartengruppen mit ihren Fachkräften und 10 Grundschulklassen (erste Jahrgangsstufe) mit ihren Lehrkräften.

    • Leseprofi im Leseteam - Entwicklung und Evaluation eines Programmes zur Förderung von Lesekompetenz in der Grundschule

      (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)

      Laufzeit: 1. März 2007 - 1. Juli 2008
      Mittelgeber: Staedtler-Stiftung

      Zielsetzung
      Entwicklung und Evaluation eines Trainingsprogramms zur Förderung basaler Lesefertigkeit und (meta-)kognitiven Lesestrategien

      Studie
      Es steht außer Frage, dass Lesekompetenzen in der Grundschule gefördert werden müssen und es gibt auf dem Markt zahlreiche Trainingsprogramme – jedoch nur wenige, die speziell auf die Lernbedürfnisse des Grundschulkindes zugeschnitten sind und noch weniger, die wissenschaftlich überprüft wurden. Das Programm Leseprofi im Leseteam, das am Institut für Grundschulforschung der Universität Erlangen-Nürnberg entwickelt wurde, versucht hier eine Lücke zu schließen. Das Training Leseprofi im Leseteam adaptiert zentrale Elemente aus zwei bestehenden Programmen aus dem angloamerikanischen Sprachraum: dem Reciprocal Teaching Programm (Brown & Palincsar 1984) und dem Peer Assisted Learning Strategies Programm (Fuchs et al. 1999). Es enthält entsprechend zwei Hauptkomponenten: ein Modul zur Förderung der basalen Lesefertigkeit und ein Modul zur Vermittlung von Lesestrategien, um das Leseverständnis zu fördern. Kernstück und Besonderheit des Trainings ist die Textarbeit im sogenannten Leseteam: Die Schüler_innen erarbeiten einen Text zusammen mit dem Partner bzw. der Kleingruppe und jeweils eine Schülerin bzw. ein Schüler schlüpft für einen Textabschnitt in die Lehrer_innenrolle und leitet die anderen an, den Text gewissenhaft zu lesen sowie die Strategien korrekt anzuwenden. In einem quasi-experimentellen Prä-Posttestdesign wurden in 23 Klassen der dritten Jahrgangsstufe wesentliche Einflussfaktoren der Lesekompetenz erhoben, um diese in Abhängigkeit von der Treatmentgruppe in der vierten Klasse auf ihre Veränderung hin zu überprüfen. Die Klassen im Schulamtsbezirk Nürnberg Stadt erhielten zwischen den beiden Messzeitpunkten das Strategietraining; die Klassen im Schulamtsbezirk Fürth Stadt stellten sich als Vergleichsgruppe zur Verfügung. (Stichprobe: 23 Schulklassen (N=551) in Grundschulen im Stadtbereich Nürnberg und Fürth). Mit Hilfe von Matchingverfahren (Propensity Score Matching) und varianzanalytischen Auswertungsverfahren mit Stratifizierung nach Leistungsgruppen wurden die Treatments miteinander verglichen. Die Trainingsgruppe erzielte signifikant höhere Zuwächse in ihrem deklarativen und prozeduralen Strategiewissen. Es zeigten sich mittlere bis sehr gute Effektstärken von 0.50 bis 0.74 für das Mittelfeld und die besonders leistungsstarken Schüler_innen. Auch die besonders schwachen Leser_innen unterschieden sich signifikant vom Vergleichstrata der Kontrollgruppe, jedoch mit einem (erwartungsgemäß) kleinen Effekt. Ergänzend zu den quantitativen Ergebnissen wurde die Leseteamarbeit mit Hilfe der qualitativen Inhaltsanalyse untersucht. Auf dieser Basis kann die Anwendung der Lesestrategien in ihrer Qualität eingeschätzt werden und es können (vorsichtige) Aussagen zur Struktur der Leseteamarbeit (time-on-task, Reibungsverluste, metakognitive Prozesse) und dem Einfluss der unterschiedlichen Sozialformen (Partnergruppe versus Kleingruppe) u.a. auf unterschiedliche Leistungsgruppen gemacht werden.

      Auszeichnungen
      Preis „Forschung innovativ 2008“, ausgelobt vom BLLV
      Aloys-Fischer-Preis für Grundschulforschung 2011, ausgelobt von der DGfE, Kommission "Grundschulforschung und Pädagogik der Primarstufe"

      Veröffentlichungen
      Munser-Kiefer, Meike & Martschinke, Sabine (2008): Leseförderung aus grundschulpädagogischer Sicht. In: Titel, Volker (Hg.): Abenteuer Buch. Erlangen-Nürnberg: Buchwissenschaft, S. 15–30.

      Kirschhock, Eva-Maria & Munser-Kiefer, Meike (2009): Fit für den Umgang mit Texten? Erfassung von Lesestrategien in der Grundschule. In: Röhner, Charlotte; Henrichwark, Claudia; Hopf, Michaela (Hg.): Europäisierung der Bildung - Konsequenzen und Herausforderungen für die Grundschulpädagogik. Wiesbaden: VS Verlag (Jahrbuch Grundschulforschung), S. 161–170.

      Munser-Kiefer, Meike & Kirschhock, Eva-Maria (2009): Entwicklung und Evaluation eines Lesekompetenztrainings – Eine Vorstudie zur Frage nach der geeigneten Sozialform. In: Röhner, Charlotte; Henrichwark, Claudia; Hopf, Michaela (Hg.): Europäisierung der Bildung - Konsequenzen und Herausforderungen für die Grundschulpädagogik. Wiesbaden: VS Verlag (Jahrbuch Grundschulforschung), S. 166–171.

      Munser-Kiefer, Meike (2009): Leseprofi im Leseteam - ein Trainingsprogramm zur Förderung von Lesestrategien im Grundschulalter. In: Hellmich, Frank; Wernke, Stephan (Hg.): Lernstrategien im Grundschulalter. Konzepte, Befunde und praktische Implikationen. Stuttgart: Kohlhammer, S. 210–227.

      Munser-Kiefer, Meike & Kirschhock, Eva-Maria (2012). Lesestrategien im Leseteam trainieren. Lehrermanual und Unterrichtsmaterialien. Donauwörth: Auer Verlag.

      Kirschhock, Eva-Maria & Munser-Kiefer, Meike (2012). Lesestrategien im Leseteam trainieren. Materialordner und Zusatzmaterialien. Donauwörth: Auer Verlag.

      Kirschhock, Eva-Maria & Munser-Kiefer, Meike (2012). Didaktische Entwicklungsforschung am Beispiel Lesestrategien – Entwicklung und empirische überprüfung eines Lesestrategie-Trainings. In: Einsiedler, Wolfgang & Kahlert, Joachim, Didaktische Entwicklungsforschung. Bad Heilbrunn: Klinkhardt.

      Munser-Kiefer, Meike (2012): Leseförderung mit (meta-)kognitiven Strategien in der Grundschule? Befunde und Schlussfolgerungen aus einer empirischen Interventionsstudie. Zeitschrift für Grundschulforschung, Jg. 5, Heft 2.

      Munser-Kiefer, Meike (2012): Lesen im Leseteam trainieren. In: Philipp, Maik; Schilcher, Anita (Hg.): Leseflüssigkeit, Lesestrategien und Selbstregulation – das Lesen in heterogenen Gruppen systematisch fördern“ (S. 100-115). Seelze: Friedrich Verlag.

      Munser-Kiefer, Meike (2014): Leseförderung im Leseteam in der Grundschule. Eine Interventionsstudie zur Förderung von basaler Lesefertigkeit und (meta-)kognitiven Lesestrategien. Reihe „Empirische Erziehungswissenschaft“, Band 40. Münster: Waxmann Verlag.

    • , , : 1. BLLV-Preis "Forschung innovativ" (Bayerischer Lehrerinnen und Lehrerverband) – 2008
    • , : BMW-Award für interkulturelles Lernen 1. Preis (BMW Group) – 1999