Birte Oetjen

Birte Oetjen

Department Pädagogik
Institut für Grundschulforschung

Raum: Raum 2.011
Regensburger Str. 160
90478 Nürnberg

Sprechzeiten

Sprechstunden in der vorlesungsfreien Zeit am 17.08.2021 und am 21.09.2021 von 10-11 Uhr via Zoom. Anmeldung 2 Tage vor dem Termin ist per Email erforderlich!

Birte Oetjen
Beruflicher Werdegang
seit 01.10.2018 Wissenschaftliche Mitarbeiterin (Doktorandin) am Institut für Grundschulforschung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
2018 Studentische Hilfskraft im Forschungsprojekt BISU „Belastungen in einer inklusiven Schule und im gemeinsamen Unterricht begegnen – Ressourcenorientiertes Empowerment für Lehrkräfte“ am Institut für Grundschulforschung
2014-2018 Studium für das Lehramt an Grundschulen (Hauptfach: Englisch; Didaktikfächer: Deutsch, Mathematik und Sport), Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg mit dem Abschluss des Bachelor of Education (B.Ed.) und des 1. Staatsexamens
2012-2014 Studium für das Lehramt an Gymnasien (Englisch, Geschichte) an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg

  • Heterogenität und Inklusion in der Grundschule
  • Inklusive Praxis
  • Lehrergesundheit
  • Lehrerprofessionalisierung in der ersten, zweiten und dritten Lehrerbildungsphase
  • E-Learning in der Hochschullehre
  • Schriftspracherwerb

2021

2021

2020

  • Oetjen, B., Elting, C., Martschinke, S., & Grüning, M. (2020). Tipps von Lehrkräften für Lehrkräfte. In B. Meyer, T. Tretter, U. Englisch (Eds.), Praxisleitfaden auffällige Schüler und Schülerinnen: Basiswissen und Handlungsmöglichkeiten: mit Online-Materialien. Weinheim; Basel: Beltz.
    BibTeX: Download

2021

  • Empowerment für Studierende und Lehramtsanwärter*innen der Primarstufe - Belastungen und Ressourcen in inklusiven Settings

    (Projekt aus Eigenmitteln)

    Laufzeit: seit 1. Dezember 2018

    Theorie und Forschungsstand
    Die Bandbreite der Heterogenität der Grundschulkinder nimmt durch vielfältige gesellschaftliche Transformationsprozesse (z.B. Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention) zu und stellt Lehrkräfte vor zusätzliche An- und Herausforderungen (z.B. Horstmann/Perperkorn, 2018; Martschinke et al., 2019). Mit diesen zusätzlichen An- und Herausforderungen sehen sich nicht allein bereits ausgebildete Lehrkräfte konfrontiert; Lehramtsanwärter(innen) der ersten und zweiten Ausbildungsphase sind gleichermaßen hiervon betroffen. Obwohl Theoriebestände zu Auswirkungen von Belastungen (z.B. Maslach/Leiter, 1999) sowie Ergebnisse der Belastungs- (z.B. Peperkorn/Horstmann, 2018) und Forschung speziell im Referendariat (z.B. Braun et al., 2015) auf eine zusätzliche Beanspruchung in inklusiven Settings verweisen, gelten Lehramtsanwärter(innen) im Übergang in die zweite Ausbildungsphase (LAAs) als eine noch unzureichend erforschte Gruppe (Albisser/Keller-Schneider, 2010), wenngleich gerade der Einstieg in den Lehrberuf mit besonderen Beanspruchungen sowie hohen Abbruch- und Wechselquoten (z.B. OECD, 2004) einhergeht und eine entscheidende Phase der Professionalisierung sowie beruflichen Identitätsfindung darstellt (z.B. Terhart, 2000). Für einen erfolgreichen Umgang mit Belastungen gelten geeignete Ressourcen als besonders bedeutsam (z.B. Döring-Seipel/Dauber, 2010). Bekannt ist, dass es durch emotionale Erschöpfung zu einem veränderten Sozialverhalten der Lehrperson gegenüber den Schüler(inne)n kommen kann, die sogar mit negativen Konsequenzen für Leistung und Motivation der Schüler einhergehen (Maslach/Leiter, 1999; Klusmann et al., 2008; Klusmann/Richter, 2014). Nicht hinreichend erforscht sind hingegen Belastungen und Ressourcen im Umgang mit Heterogenität in all ihren Facetten sowie deren Entwicklung im beruflichen Übergang. 

    Fragestellungen
    Diesen Desiderata widmet sich die Hauptfragestellung des Dissertationsprojekts: Wie entwickeln sich Belastungen und Ressourcen im Umgang mit Heterogenität in all ihren Facetten im Übergang von der ersten zur zweiten Ausbildungsphase und wie gehen Lehramtsanwärter*innen mit belastenden Fällen und Situationen im Unterricht um? Dabei soll auch deskriptiv erfasst werden, von welchen Fällen und Situationen sich Studierende und Lehramtsanwärter(innen) im inklusiven Setting besonders belastet fühlen, über welche Ressourcen diese für den Umgang mit diesen Belastungen verfügen und wie diese Personengruppe den gemeinsamen Unterricht gestaltet.

    Methode
    Das Dissertationsprojekt hat sich zum Ziel gesetzt, in einem Mixed-Methods-Design Belastungen und Ressourcen im Umgang mit Heterogenität in all ihren Facetten im Übergang von der ersten zur zweiten Ausbildungsbildungsphase zu identifizieren und den Umgang mit besonderen Fällen und Situationen im Unterricht näher zu beschreiben. Das Forschungsprojekt gliedert sich in zwei Teilstudien.

    Teilstudie 1 widmet sich der Erfassung der Anforderungen und Ressourcen von Studierenden und Lehramtsanwärter(innen) im Umgang mit Heterogenität. In einem quantitativen Längsschnittdesign sollen  mittels standardisierter Fragebögen zu mehreren Messzeitpunkten Belastungen und Ressourcen in inklusiven Settings im weiteren Sinn von Studierenden im Übergang zur zweiten Ausbildungsphase erfasst werden. So wird im Bereich der Anforderungen auf Basis authentischer Fallskizzen (vgl. Martschinke et al., 2019) die emotionale Erschöpfung (z.B. Demerouti/Bakker 2007) sowie die Belastungsintensität des jeweiligen Falls erfasst. Hinsichtlich der Ressourcen sollen emotional-energetische Ressourcen (z.B. Distanzierungsfähigkeit) (z.B. Schaarschmidt/Fischer, 2008)  sowie  personale Ressourcen (z.B. Selbstwirksamkeit, Kompetenzerleben, Einstellung)  (z.B. Bosse/Spörer, 2014) erfasst werden. 

    In Teilstudie 2 sollen mittels leitfadengestützten Telefoninterviews Lehramtswärter(innen) des ersten und zweiten Dienstjahres zu ihrem Umgang mit besonderen Fällen und Situationen im Unterricht befragt werden. Flankierend sollen diese Lehramtsanwärter(innen) auch die Belastungsintensität authentischer Fallskizzen einschätzen sowie zu ihrer emotionalen Erschöpfung befragt werden.   

    Zwischenstand
    Für eine geplante Pilotierung des Fragebogens zur Erfassung der Anforderungen und Ressourcen konnten drei  Seminargruppe N=30 LAAs für Juni/Juli 2019 rekrutiert werden. Die Erhebungen der Hauptstudie sind ab Anfang 2020 geplant.

    Literaturangaben

    • Albisser, S. & Keller-Schneider, M. (2010). Unter Druck - und trotzdem professionell. ph akzente, (2), 23–25.
    • Bosse, S. & Spörer, N. (2014). Erfassung der Einstellung und der Selbstwirksamkeit von Lehramtsstudierenden zum inklusiven Unterricht. Psychologie in Erziehung und Unterricht, 63, 258-277.
    • Braun, A., Weiß, S. & Kiel, E. (2015). Wie erleben Lehramtsreferendare den Vorbereitungsdienst? Eine Clusteranalyse zum Erleben der zweiten Ausbildungsphase in Abhängigkeit von personalen Merkmalen. Lehrerbildung auf dem Prüfstand, 8 (6), 21-37.
    • Demerouti, E. & Bakker, A. B. (2007). The Oldenburg Burnout Inventory: A Good Alternative to Measure Burnout (and Engagement). Manuscript.
    • Döring-Seipel, E. & Dauber, H. (2010). Was hält Lehrer und Lehrerinnen gesund - die Bedeutung von Ressourcen, subjektiver Bewertung und Verarbeitung von Belastung für die Gesundheit von Lehrern und Lehrerinnen. Schulpädagogik heute, 1 (2), 1-16.
    • Hobfoll, S. E. (1989). Conservation of resources. A new attempt at conceptualizing stress. American Psychologist, 44 (3), 513-524.
    • Klieme, E., Lipowsky, F., Rakoczy, K. & Ratzka, N. (2006). Qualitätsdimensionen und Wirksamkeit von Mathematikunterricht. Theoretische Grundlagen und ausgewählte Ergebnisse des Projekts "Pythagoras". In M. Prenzel & L. Allolio-Näcke (Hrsg.), Untersuchungen zur Bildungsqualität von Schule. Abschlussbericht des DFG - Schwerpunktprogramms (S. 127-146). Münster: Waxmann.
    • Klusmann, U. & Richter, D. (2014). Beanspruchungserleben von Lehrkräften und Schülern in der Primarstufe. Zeitschrift für Pädagogik, 60 (2), 202-224.
    • Klusmann, U., Kunter, M., Trautwein, U., Lüdtke, O. & Baumert, J. (2008). Teachers’ occupational well-being and quality of instruction: The important role of self-regulatory patterns. Journal of Eductational Psychology, 100 (3), 702-715.
    • Martschinke, S., Elting, C., Grüning, M., Kopp, B., Niessen, C., & Schröder, C. (2019). Belastende Fälle in inklusiven Settings – erste Ergebnisse aus dem Kooperationsprojekt BISU. In: Kucharz, D. & Skorsetz, N. (Hrsg.): Diversität und soziale Ungleichheit. Herausforderungen an die Integrationsleistung der Grundschule. Wiesbaden.
    • Maslach, C., & Leiter, M. P. (1999). Teacher burnout: A research agenda. In R. Vandenburghe & A. M. Huberman (Hrsg.), Understanding and preventing teacher stress: A sourcebook of international research and practice (S. 295-303). Cambridge, UK: Cambridge University Press.
    • OECD (Organisation for Economic Cooperation and Development) (2004). Anwerbung, berufliche Entwicklung und Verbleib von qualifizierten Lehrerinnen und Lehrern. Länderbericht Deutschland. Bonn.
    • Peperkorn, M. & Horstmann, D. (2018). Gesundheitserleben von Lehrkräften im inklusiven Unterricht – Analysen unter besonderer Berücksichtigung der Schulform. Präv Gesundheitsf, 15, 607–613.
    • Pianta, R. C. & Hamre, B. K. (2009). Conceptualization, Measurement, and Improvement of Classroom Processes: Standardized Observation Can Leverage Capacity. Educational Researcher, 38 (2), 109–119.
    • Schaarschmidt, U. & Fischer, A. W. (2008). AVEM – Arbeitsbezogenes Verhaltens- und Erlebensmuster. London: Pearson.
    • Terhart, E. (2000). Perspektiven der Lehrerbildung in Deutschland. Abschlussbericht der von der Kultusministerkonferenz eingesetzten Kommission. Weinheim: Belz.
  • Belastungen in einer inklusiven Schule und im gemeinsamem Unterricht begegnen - Ressourcenorientiertes Empowerment für Lehrkräfte

    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)

    Laufzeit: seit 1. Januar 2018
    Mittelgeber: andere Förderorganisation

    Theoretischer Hintergrund und Forschungsstand
    Durch vielfältige gesellschaftliche Transformationsprozesse (z.B. Flucht und Vertreibung, UN-Behindertenrechtskonvention) und der damit einhergehenden Zunahme der Heterogenität der Schülerschaft nimmt auch die Belastung für Lehrkräfte an Grundschulen zu (Peperkorn & Horstmann, 2018). Lehrkräfte gelten schon lange als hoch belastet und sind öfter als andere Berufsgruppen von Burn-Out und/oder psychischen Krankheiten betroffen, die auch mit Frühpensionierung einhergehen (Chang, 2009; Aloe, Amo & Shanahan, 2014). Belastungen und emotionale Erschöpfung gehen allerdings nicht allein zu Lasten der Gesundheit von Lehrkräften, Forschungsbefunde verweisen auch auf eine geringere Unterrichtsqualität belasteter Lehrkräfte, die wiederum zu Lasten der Schülerinnen und Schüler geht (Klusmann & Richter, 2014). Für ein erfolgreiches Belastungsmanagement wird theorieübergreifend die Bedeutsamkeit des Verhältnisses von Anforderungen und Ressourcen betont (Bakker & Demerouti, 2007; Lazarus & Folkman, 1984; Hobfoll, 1989). Es gibt empirische Hinweise dafür, dass professionelle Handlungskompetenz (Peperkorn/Horstmann, 2018) sowie personale, soziale und emotional-energetische Ressourcen (z.B. Döring-Seipel & Dauber, 2010) für ein erfolgreiches Belastungsmanagement besonders bedeutsam sind.

    Fragestellungen
    Ungeklärt ist bislang die Frage, welche Fälle und Situationen von den Grundschullehrkräften in inklusiven Settings als besonders belastend wahrgenommen werden und welche Ressourcen und Strategien die Lehrkräfte im Umgang mit diesen Belastungen nutzen. Das Kooperationsprojekt BISU erfasst daher die wahrgenommenen Belastungen und Ressourcen von Grundschullehrkräften in inklusiven Settings, um Ansatzpunkte zur Qualifizierung zu identifizieren. Hierauf aufbauend wird ein modulares Fortbildungskonzept entwickelt, das sich an authentischen Fallbeispielen orientiert, um möglichst „close to the job“ (Lipowsky & Rzejak, 2017) an vorhandene Erfahrungen von Lehrkräften anknüpfen zu können.

    Projektphasen
    Im ersten Förderjahr (2018) wurden in Teilstudie 1 (Institut für Grundschulforschung) durch inhaltsanalytische Auswertung telefonischer Leitfadeninterviews mit Grundschullehrkräften (N=51) und deren Schulleitungen (N=10) in inklusiven Settings Fortbildungsbedarfe, Belastungen (Fälle und Situationen) sowie Ressourcen (personale, emotional-energetische, soziale Ressourcen) zum Umgang mit diesen inklusionsspezifischen Belastungen identifiziert. In Teilstudie 2 (Lehrstuhl für Arbeitspsychologie) wurden Lehrkräfte (N=45) in einer Critical-Incident-Befragung zu gut oder weniger gut bewältigten Belastungssituationen, ihrem emotionalen Erleben, Verhalten sowie ihren Bewältigungsstrategien in kritischen Situationen befragt. Die Erkenntnisse flossen in die Entwicklung der Fortbildung „LehrKRÄFTE schonen und sinnvoll einsetzen – ressourcenorientiertes Empowerment für den Umgang mit Belastungen in inklusiven Settings ein. In den einzelnen Fortbildungsmodulen werden theoretische Grundlagen vermittelt und in Übungen angewendet, um professionelle Handlungskompetenzen und Ressourcen der Lehrkräfte zu erweitern, indem sie ihre Ressourcen und Belastungen reflektieren (Modul 1), systematisch Lösungsmöglichkeiten im Umgang mit belastenden Fällen entwickeln (Modul 2), Bewältigungsstrategien für unlösbare Fälle (Modul 3) und Möglichkeiten des kollegialen Problemlösens (Modul 4) kennenlernen. Die begleitende, fragenbogenbasierte Evaluation der Fortbildung gibt Auskunft über den subjektiven Lernnutzen und Wirkungen der Fortbildung auf die Selbstwirksamkeit im Umgang mit Belastungen in inklusiven Settings. Aufbauend auf diesen Erkenntnissen erfolgt im zweiten Förderjahr (2019) eine Weiterentwicklung und Ausweitung der Fortbildung sowie die Implementation der Erkenntnisse des Forschungsprojektes in die universitäre Lehre. Die Präsenzphasen der Fortbildung werden hierbei zunehmend abgebaut und durch Online-Elemente zu einem Blended-Learning Format entwickelt, um das Selbststudium und die Selbstreflexion zu intensivieren. Zum anderen wird die Stichprobe der Fortbildungsteilnehmenden um zusätzliche relevante Akteursgruppen (z.B. Lehramtsanwärterinnen und -anwärter) erweitert. Die entwickelten Online-Phasen werden zusätzlich als Bausteine in thematisch bestehende oder neue universitäre Online- oder Blended-Learning-Lehrveranstaltungen implementiert. Das selbstreflexive Lernen soll in der Fortbildung wie auch in den Lehrveranstaltungen durch ein „digitales Tagebuch“ (smart diary) zu Ressourcen und Strategien im Umgang mit Belastungen (Niessen et al., 2017) unterstützt werden.

    Aus dem Forschungsprojekt „BISU“ und der Fortbildung „LehrKRÄFTE“ entstehen derzeit zwei Dissertationsprojekte. In diesen soll unter anderem die Weiterentwicklung, Durchführung und Evaluation des Trainings für Lehramtsanwärter*innen erfolgen. Zudem sollen Auswirkungen der Belastung auf die Unterrichtsgestaltung von Lehramtsanwärter*innen und die Persönlichkeitsentwicklung von Schülerinnen und Schülern näher betrachtet werden.

    Literaturangaben

    Aloe, A. M., Amo, L. C., & Shanahan, M. E. (2014). Classroom management self-efficacy and burnout: A multivariate meta-analysis. Educational Psychology Review, 26(1), 101–126.

    Bakker, A.B. & Demerouti, E. (2007). The job demands‐resources model: state of the art. Journal of Managerial Psychology, 22(3), 309-328.

    Chang, M. (2009). An appraisal perspective of teacher burnout: Examining the emotional work of teachers. Educational Psychology Review, 21(3), 193–218.

    Döring-Seipel, E. & Dauber, H. (2010). Was hält Lehrer und Lehrerinnen gesund – die Bedeutung von Ressourcen, subjektiver Bewertung und Verarbeitung von Belastung für die Gesundheit von Lehrern und Lehrerinnen. Schulpädagogik heute, 1(2). Zugriff am 12.02.2018. Verfügbar unter http://www.schulpaedagogik-heute.de/conimg/SH2_34.pdf

    Klusmann, U., & Richter, D. (2014). Beanspruchungserleben von Lehrkräften und Schülerleistung. Zeitschrift für Pädagogik, 60(2), 202-224.

    Hobfoll, Stevan E. (1989): Conservation of resources. A new attempt at conceptualizing stress. American Psychologist, 44 (3), 513-524.

    Lazarus, Richard S.; Folkman, Susan (1984). Stress, appraisal and coping. New York: Springer Publishing Company.

    Lipowsky, F. & Rzejak, D. (2017). Fortbildungen für Lehrkräfte wirksam gestalten. Erfolgsversprechende Wege und Konzept aus Sicht der empirischen Bildungsforschung. Bildung und Erziehung, 70(4), 379-399.

    Niessen, C., Mäder, I., Stride, C. & Jimmieson, N. L. (2017). Thriving when exhausted. The role of perceived transformational leadership. Journal of Vocational Behavior, 103, 41–51.

    Peperkorn, M. & Horstmann, D. (2018). Gesundheitserleben von Lehrkräften im inklusiven Unterricht. Prävention und Gesundheitsförderung, 15, 607-613.

  • Digital professionelle Kompetenzen im Umgang mit Heterogenität in der Hochschule fördern

    (Projekt aus Eigenmitteln)

    Laufzeit: seit 1. Oktober 2016

    Vor dem Hintergrund der Heterogenität in der Grundschule und einem erfolgreichen Umgang mit dieser Heterogenität, sind professionelle Kompetenzen besonders bedeutsam. In dem Projekt DigiPro (Digital professionelle Kompetenzen im Umgang mit Heterogenität in der Hochschule fördern) werden für die Hochschullehre digitale Lehr-Lernszenarien zum Auf- und Ausbau professioneller Kompetenzen von Grundschullehramtsstudierenden in Form von fachlichem und fachdidaktischem Wissen, Selbstwirksamkeitserwartungen sowie Einstellungen konzipiert und evaluiert. 

    Alle im Gesamtprojekt angesiedelten Lehrveranstaltungen werden qualitativ und quantitativ in einem Prä-Postdesign evaluiert und weiterentwickelt. Im  grundschulpädagogischen Bereich wurde das Seminar „Professioneller Umgang mit Heterogenität“ von 2016 bis 2020 jedes Semester für 30 – 60 Grundschullehramtsstudierende in einem Blended-Learning-, zuletzt auch in einem reinen Online-Format angeboten. In der Auseinandersetzung mit traditionellen digitalen sowie innovativen Lehr- und Lernformaten und mit dem Fokus auf die beiden Gelingenselemente Kooperation und Feedback soll hierbei eine möglichst optimale Professionalisierung im Umgang mit Heterogenität erzielt werden. Im Bereich des Schriftspracherwerbs wird das Seminar „Individuelle Unterstützung im Schriftspracherwerb“ seit dem Wintersemester 2019/2020 pro Semester für bis zu 120 Grundschullehramtsstudierende angeboten.  Durch digitalisierte Fallbeispiele sollen die Studierenden hier Diagnose- und Förderkompetenzen im Schriftspracherwerb ausbauen, indem sie sich in Selbstlernphasen und gemeinsamen Arbeitsphasen über verschiedene E-Learning Formate ko-konstruktiv austauschen. Auch dieses Seminar wird sowohl im Blended-Learning-Format als auch im reinen Onlineformat durchgeführt.

    In beiden Seminaren wird zu Semesteranfang (MZP 1) und Semesterende (MZP 2) Handlungswissen und –kompetenz sowie (inklusive) Selbstwirksamkeitserwartungen und Einstellungen der Studierenden erfasst, um eine mögliche positive (Weiter-)Entwicklung dieser Variablen zu prüfen. Zugleich werden die Seminarkonzepte semesterbegleitend evaluiert (z. B. Arbeitsaufwand, Schwierigkeitsgrad, Kooperation, Feedback). Die Förderung der beiden Lehrveranstaltungen erfolgte bis einschließlich zum Wintersemester 2020/21 über das QuiS-Projekt „Digitalisierung in der Lehre“.

Vorträge

Oetjen, B., Martschinke, S.; Elting, Ch.; Grüning, M. (26.09.2019). „Mögliche Königswege“ und „blinde Flecken“? Tipps von Lehrkräften für Lehrkräfte zum Umgang mit Belastungen in inklusiven Settings aus dem Kooperationsprojekt BISU. Vortrag auf der 28. Jahrestagung der Kommission Grundschulforschung und Pädagogik der Primarstufe der DGfE (Veranstalter: DGfE, Universität Erfurt).

Elting, Ch., Baumann, R., Martschinke, S., Grüning, M., Niessen, C., Kopp, B. & Oetjen, B. (26.09.2019). LehrKRÄFTE schonen und sinnvoll einsetzen Konzeption und erste Evaluation einer fallbasierten Fortbildung für Lehrkräfte zum Umgang mit Belastungen in inklusiven Settings. Vortrag auf der 28. Jahrestagung der Kommission Grundschulforschung und Pädagogik der Primarstufe der DGfE (Veranstalter: DGfE, Universität Erfurt).

Oetjen, B., Baumann, R., Elting, Ch., Grüning, M., Martschinke, S., Niessen, C., Kopp, B. (24.07.2019). Das Kooperationsprojekt BISU. Überblick und erste Ergebnisse. Vortrag auf dem ersten Tag der Forschung der Philosophischen Fakultät und Fachbereich Theologie der FAU Erlangen-Nürnberg – „Wissen in Bewegung“ (Veranstalter: FAU Erlangen-Nürnberg).

Martschinke, S., Elting, Ch., Grüning, M., Niessen, C., Schröder, C., Kopp, B., Oetjen, B. (27.-28.11.2018). LehrKRÄFTE schonen und sinnvoll einsetzen. Ressourcenorientiertes Empowerment für den Umgang mit Belastungen in inklusiven Settings. Fortbildung im Rahmen des Kooperationsprojekts BISU (Veranstalter: Institut für Grundschulforschung und Lehrstuhl für Psychologie im Arbeitsleben der FAU Erlangen-Nürnberg).

Posterbeiträge

Oetjen, B., Martschinke, S., Grüning, M., Elting, Ch., Wissenbach, L., Baumann, R. (24.07.2019). Tipps für den Umgang mit belastenden Fällen in inklusiven Settings. Erste Ergebnisse aus dem Kooperationsprojekt BISU. Posterbeitrag auf dem ersten Tag der Forschung der Philosophischen Fakultät und Fachbereich Theologie der FAU Erlangen-Nürnberg – „Wissen in Bewegung“ (Veranstalter: FAU Erlangen-Nürnberg).

Fortbildungen und Workshops

Baumann, R., Oetjen, B. & Grüning, M. (25.06. & 16.07.2019). LehrKRÄFTE schonen und sinnvoll einsetzen. Ressourcenorientiertes Empowerment für den Umgang mit Belastungen in inklusiven Settings. Jeweils eintägiger Workshop für Referendare des Lehramts für Grundschulen in Heroldsbach und Hirschaid.