Bärbel Kopp

Prof. Dr. Bärbel Kopp

Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und -didaktik mit dem Schwerpunkt Lehren und Lernen

Institut für Grundschulforschung
Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und –didaktik mit dem Schwerpunkt Lehren und Lernen (Prof.Dr. Kopp)

Raum: Raum 2.009
Regensburger Straße 160
90478 Nürnberg

Sprechzeiten

Sprechstunden in der vorlesungsfreien Zeit am 10.08.2021 von 10-11 Uhr und am 16.09.2021 von 11-12 Uhr. Anmeldung 2 Tage vor dem Termin ist per E-Mail erforderlich!

 

 

Bärbel Kopp

geb. Treimer,  *1969

Beruflicher Werdegang
seit 01.04.2018 Vizepräsidentin Education der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
10/2015 – 03/2018 Prodekanin der Philosophischen Fakultät und Fachbereich Theologie am Campus Regensburger Straße, Nürnberg
2013 – 2016 Mitglied im kooperativen Promotionskolleg „Bildung als Landschaft“ (gefördert durch Hans-Böckler-Stiftung), (http://www.bildungslandschafterforschen.de/)
seit 16.09.2010 Inhaberin des Lehrstuhls für Grundschulpädagogik und -didaktik mit dem Schwerpunkt Lehren und Lernen am Institut für Grundschulforschung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
ab 05/2008 Akademische Rätin am Institut für Grundschulforschung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
ab 09/2007 Akademische Rätin a. Z. ebd.
09/2004 – 07/2007 Wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und -didaktik der Universität Passau
Sommersemester 2004, 2005, 2006 Lehrauftrag an der Freien Universität Bozen, Fakultät für Bildungswissenschaften (Brixen) zur Geografiedidaktik und Lehrtechniken
09/2002 – 08/2004 Abgeordnete Lehrerin am Lehrstuhl für Pädagogik mit Schwerpunkt Grundschuldidaktik, Universität Augsburg
2002 Promotion

Titel der Dissertation: „Pädagogisches Ethos im Wandel. Zum erzieherischen Selbstverständnis in der Bundesrepublik Deutschland nach 1945“ (erschienen im Lang Verlag, Frankfurt am Main, 2002)

1998 – 2002 Promotionsstudium am Lehrstuhl für Pädagogik mit Schwerpunkt Grundschuldidaktik an der Universität Augsburg
1995 – 1998 Betreuungslehrerin für Lehramtsanwärter in der zweiten Ausbildungsphase
1994 – 2002 Lehrerin an der Grundschule in Westendorf
1994 Zweites Staatsexamen
1992 – 1994 Vorbereitungsdienst an der Sebastian-Franck-Grundschule Donauwörth-Parkstadt
1992 Erstes Staatsexamen
1988 – 1992 Studium Lehramt an Grundschulen an der Universität Augsburg mit dem Unterrichtsfach Deutsch und den Didaktikfächern Mathematik, Sozialkunde und Sport
Mitwirkung im ZfL der FAU
2012 – 2014 Mitglied im ZfL
2012 – 2014 Mitglied im Entwicklungsrat des ZfL
2016 Sprecherin des Arbeitskreises Inklusion des ZfL der FAU

2002

2021

2020

2018

2017

2016

2013

2012

2011

2010

2009

2004

2003

2021

2020

2019

2018

2017

2016

2015

2014

2012

2011

2010

2008

2007

2014

  • FAU-E-Learning-Monitoring

    (Projekt aus Eigenmitteln)

    Im Sommersemester 2020 ist an der FAU – bedingt durch die Corona-Pandemie – eine nahezu vollständige Umstellung auf digitale Lehrformate erforderlich. Hierzu hat die FAU bereits in kürzester Zeit Infrastrukturen etabliert, die den Ausbau und die Umsetzung digitaler Lehrformate ermöglicht. Dennoch stellt die aktuelle Situation mit veränderten Lehr- und Lernbedingungen eine besondere Herausforderung für alle Beteiligten dar. Wie gut die Umstellung auf digitale Lehrformate gelingt, welche Folgen dies für alle Beteiligten haben wird und ob nachhaltige Strukturen geschaffen werden können, untersucht daher eine neu gebildete interdisziplinäre Forschergruppe.

    Anhand von Online-Befragungen will die Forschergruppe Erkenntnisse zu den Anforderungen, Bewältigungsstrategien und Wirkungen der Umstellung auf digitale Lehrformate erhalten. Die Befragung mit etablierten und standardisierten Messinstrumenten wird einen umfassenden Beitrag zur Frage erlauben, wie Studierende an der FAU auf verschiedenen Ebenen mit der Umstellung auf digitale Lehr- und Lernformate reagieren. Die Befragungsergebnisse sollen direkt in die Verbesserung der digitalen Lehre an der FAU einfließen, indem über die Fakultäten hinweg Lehrende, Studierende und Service-Einrichtungen der FAU fundiert unterstützt und beraten werden.

  • Belastungen in einer inklusiven Schule und im gemeinsamem Unterricht begegnen - Ressourcenorientiertes Empowerment für Lehrkräfte

    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)

    Laufzeit: seit 1. Januar 2018
    Mittelgeber: andere Förderorganisation

    Theoretischer Hintergrund und Forschungsstand
    Durch vielfältige gesellschaftliche Transformationsprozesse (z.B. Flucht und Vertreibung, UN-Behindertenrechtskonvention) und der damit einhergehenden Zunahme der Heterogenität der Schülerschaft nimmt auch die Belastung für Lehrkräfte an Grundschulen zu (Peperkorn & Horstmann, 2018). Lehrkräfte gelten schon lange als hoch belastet und sind öfter als andere Berufsgruppen von Burn-Out und/oder psychischen Krankheiten betroffen, die auch mit Frühpensionierung einhergehen (Chang, 2009; Aloe, Amo & Shanahan, 2014). Belastungen und emotionale Erschöpfung gehen allerdings nicht allein zu Lasten der Gesundheit von Lehrkräften, Forschungsbefunde verweisen auch auf eine geringere Unterrichtsqualität belasteter Lehrkräfte, die wiederum zu Lasten der Schülerinnen und Schüler geht (Klusmann & Richter, 2014). Für ein erfolgreiches Belastungsmanagement wird theorieübergreifend die Bedeutsamkeit des Verhältnisses von Anforderungen und Ressourcen betont (Bakker & Demerouti, 2007; Lazarus & Folkman, 1984; Hobfoll, 1989). Es gibt empirische Hinweise dafür, dass professionelle Handlungskompetenz (Peperkorn/Horstmann, 2018) sowie personale, soziale und emotional-energetische Ressourcen (z.B. Döring-Seipel & Dauber, 2010) für ein erfolgreiches Belastungsmanagement besonders bedeutsam sind.

    Fragestellungen
    Ungeklärt ist bislang die Frage, welche Fälle und Situationen von den Grundschullehrkräften in inklusiven Settings als besonders belastend wahrgenommen werden und welche Ressourcen und Strategien die Lehrkräfte im Umgang mit diesen Belastungen nutzen. Das Kooperationsprojekt BISU erfasst daher die wahrgenommenen Belastungen und Ressourcen von Grundschullehrkräften in inklusiven Settings, um Ansatzpunkte zur Qualifizierung zu identifizieren. Hierauf aufbauend wird ein modulares Fortbildungskonzept entwickelt, das sich an authentischen Fallbeispielen orientiert, um möglichst „close to the job“ (Lipowsky & Rzejak, 2017) an vorhandene Erfahrungen von Lehrkräften anknüpfen zu können.

    Projektphasen
    Im ersten Förderjahr (2018) wurden in Teilstudie 1 (Institut für Grundschulforschung) durch inhaltsanalytische Auswertung telefonischer Leitfadeninterviews mit Grundschullehrkräften (N=51) und deren Schulleitungen (N=10) in inklusiven Settings Fortbildungsbedarfe, Belastungen (Fälle und Situationen) sowie Ressourcen (personale, emotional-energetische, soziale Ressourcen) zum Umgang mit diesen inklusionsspezifischen Belastungen identifiziert. In Teilstudie 2 (Lehrstuhl für Arbeitspsychologie) wurden Lehrkräfte (N=45) in einer Critical-Incident-Befragung zu gut oder weniger gut bewältigten Belastungssituationen, ihrem emotionalen Erleben, Verhalten sowie ihren Bewältigungsstrategien in kritischen Situationen befragt. Die Erkenntnisse flossen in die Entwicklung der Fortbildung „LehrKRÄFTE schonen und sinnvoll einsetzen – ressourcenorientiertes Empowerment für den Umgang mit Belastungen in inklusiven Settings ein. In den einzelnen Fortbildungsmodulen werden theoretische Grundlagen vermittelt und in Übungen angewendet, um professionelle Handlungskompetenzen und Ressourcen der Lehrkräfte zu erweitern, indem sie ihre Ressourcen und Belastungen reflektieren (Modul 1), systematisch Lösungsmöglichkeiten im Umgang mit belastenden Fällen entwickeln (Modul 2), Bewältigungsstrategien für unlösbare Fälle (Modul 3) und Möglichkeiten des kollegialen Problemlösens (Modul 4) kennenlernen. Die begleitende, fragenbogenbasierte Evaluation der Fortbildung gibt Auskunft über den subjektiven Lernnutzen und Wirkungen der Fortbildung auf die Selbstwirksamkeit im Umgang mit Belastungen in inklusiven Settings. Aufbauend auf diesen Erkenntnissen erfolgt im zweiten Förderjahr (2019) eine Weiterentwicklung und Ausweitung der Fortbildung sowie die Implementation der Erkenntnisse des Forschungsprojektes in die universitäre Lehre. Die Präsenzphasen der Fortbildung werden hierbei zunehmend abgebaut und durch Online-Elemente zu einem Blended-Learning Format entwickelt, um das Selbststudium und die Selbstreflexion zu intensivieren. Zum anderen wird die Stichprobe der Fortbildungsteilnehmenden um zusätzliche relevante Akteursgruppen (z.B. Lehramtsanwärterinnen und -anwärter) erweitert. Die entwickelten Online-Phasen werden zusätzlich als Bausteine in thematisch bestehende oder neue universitäre Online- oder Blended-Learning-Lehrveranstaltungen implementiert. Das selbstreflexive Lernen soll in der Fortbildung wie auch in den Lehrveranstaltungen durch ein „digitales Tagebuch“ (smart diary) zu Ressourcen und Strategien im Umgang mit Belastungen (Niessen et al., 2017) unterstützt werden.

    Aus dem Forschungsprojekt „BISU“ und der Fortbildung „LehrKRÄFTE“ entstehen derzeit zwei Dissertationsprojekte. In diesen soll unter anderem die Weiterentwicklung, Durchführung und Evaluation des Trainings für Lehramtsanwärter*innen erfolgen. Zudem sollen Auswirkungen der Belastung auf die Unterrichtsgestaltung von Lehramtsanwärter*innen und die Persönlichkeitsentwicklung von Schülerinnen und Schülern näher betrachtet werden.

    Literaturangaben

    Aloe, A. M., Amo, L. C., & Shanahan, M. E. (2014). Classroom management self-efficacy and burnout: A multivariate meta-analysis. Educational Psychology Review, 26(1), 101–126.

    Bakker, A.B. & Demerouti, E. (2007). The job demands‐resources model: state of the art. Journal of Managerial Psychology, 22(3), 309-328.

    Chang, M. (2009). An appraisal perspective of teacher burnout: Examining the emotional work of teachers. Educational Psychology Review, 21(3), 193–218.

    Döring-Seipel, E. & Dauber, H. (2010). Was hält Lehrer und Lehrerinnen gesund – die Bedeutung von Ressourcen, subjektiver Bewertung und Verarbeitung von Belastung für die Gesundheit von Lehrern und Lehrerinnen. Schulpädagogik heute, 1(2). Zugriff am 12.02.2018. Verfügbar unter http://www.schulpaedagogik-heute.de/conimg/SH2_34.pdf

    Klusmann, U., & Richter, D. (2014). Beanspruchungserleben von Lehrkräften und Schülerleistung. Zeitschrift für Pädagogik, 60(2), 202-224.

    Hobfoll, Stevan E. (1989): Conservation of resources. A new attempt at conceptualizing stress. American Psychologist, 44 (3), 513-524.

    Lazarus, Richard S.; Folkman, Susan (1984). Stress, appraisal and coping. New York: Springer Publishing Company.

    Lipowsky, F. & Rzejak, D. (2017). Fortbildungen für Lehrkräfte wirksam gestalten. Erfolgsversprechende Wege und Konzept aus Sicht der empirischen Bildungsforschung. Bildung und Erziehung, 70(4), 379-399.

    Niessen, C., Mäder, I., Stride, C. & Jimmieson, N. L. (2017). Thriving when exhausted. The role of perceived transformational leadership. Journal of Vocational Behavior, 103, 41–51.

    Peperkorn, M. & Horstmann, D. (2018). Gesundheitserleben von Lehrkräften im inklusiven Unterricht. Prävention und Gesundheitsförderung, 15, 607-613.

  • E-Learning: Inklusion und Medien im Unterricht der Grundschule

    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)

    Laufzeit: 1. Dezember 2017 - 28. Februar 2019
    Mittelgeber: Virtuelle Hochschule Bayern

    Mit der Entwicklung virtueller Kurse hat sich in den letzten Jahren eine Form der Lehre entwickelt, die uns die Möglichkeit bietet, die Studienmöglichkeiten zu erweitern und Studierenden ein auf ihr individuelles Lernen abgestimmtes Arbeiten zu bieten. Zielgruppe sind Studierende des Studiengangs Lehramt für Grundschule (bayernweit) und des Masterstudiengangs Erziehungswissenschaftlich-Empirische Bildungsforschung (FAU).

    Ziel dieses Projekts ist es, einen virtuellen Kurs zum Thema „Inklusion und Medien“ zu entwickeln. Studierende sollen das Potenzial eines (digitalen) Medieneinsatzes für die individuelle Förderung und verschiedene Medien als assistive Technologien und als Lern- und Arbeitsmittel kennenlernen. Kernelement ist dabei ein relativ neuer interdisziplinärer Fachdiskurs zwischen Grundschul-, Medien- und Sonderpädagogik. Geplant ist eine starke Theorie- und Praxisverzahnung mit Best-Practice-Beispielen und Möglichkeiten der Selbsterfahrung. Der Fokus liegt dabei auf der Gestaltung inklusiven Unterrichts mit medialer Unterstützung. Zum einen sind Kinder mit unterschiedlichem Förderbedarf im Blick, zum anderen aber auch adaptive Lernarrangements für alle. Darüber hinaus können gedanklich innovative Schulentwicklungsmaßnahmen vorweggenommen und reflektiert werden.

    Die Studierenden erfahren durch E-Tutorinnen verschiedene Formen der Unterstützung, insbesondere durch verschiedene Feedbackmaßnahmen. Die Aufbereitung im Kurs soll – zur Reflexion des eigenen Lernens mit Medien – multimedial erfolgen.

     

  • Digitaler Campus

    (Drittmittelfinanzierte Gruppenförderung – Gesamtprojekt)

    Laufzeit: 1. Januar 2017 - 31. Dezember 2021
    Mittelgeber: Bundesministerien, Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst (ab 10/2013)
    URL: http://www.uni-regensburg.de/projekte/digitaler-campus/index.html

    Die zunehmende Digitalisierung aller Lebensbereiche erfordert als Folge auch eine Digitalisierung im Bildungssystems. Digitale Medien bieten vielfältige Möglichkeiten. Das Projekt „Digitaler Campus“ beabsichtigt bei Studierenden des Lehramts an Grundschulen Kompetenzen der Digitalen Bildung zu fördern. Ausgangspunkt ist die überlegung, dass Kompetenzen bei Schülern insbesondere dann erreicht werden können, wenn Kompetenzen auf der Lehrerseite verfügbar sind. Diese wiederum bedürfen der Kompetenzen der Dozierenden in der Lehramtsausbildung.

    Im Rahmen des für die Studierenden zu erwerbenden Zertifikats „IT-Kompetenz“ werden allgemeine Kompetenzen im professionalisierten Umgang mit Medien sowie mediendidaktische und medienerzieherische Kompetenzen gefördert. Im Fokus stehen das medienbezogene Professionswissen, Reflexion und Kritik existierender medialer Lernumgebungen und die Fähigkeit einer eigenen Gestaltung von Lernumgebungen. Ob sich diese auf Schüler auswirkt, soll mit Hilfe der UR-Klassen belegt werden.

    ProjektpartnerHochschulübergreifende ZusammenarbeitUniversität Regensburg:

    Projektleitung: Dr. Michael Haider, Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und -didaktik

    Prof. Dr. Astrid Rank, Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und -didaktik

    Alexandra Pöferlein, Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und -didaktik

    Prof. Dr. Petra Kirchhoff, Professur für Fachdidaktik Englisch

    Prof. Dr. Anita Schlicher, Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur

    Johannes Wild, Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur

    Prof. Dr. Stefan Krauss, Lehrstuhl für Didaktik der Mathematik

    Andreas Eberl, Lehrstuhl für Didaktik der Mathematik

    Prof. Dr. Silke Schworm, Professur für Erziehungswissenschaften (Schwerpunkt “Lernen mit visuellen Medien”), UR-Klassen

    Stefan Prock, Projektkoordinator UR-Klassen

    Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg:

    Dr. Günter Renner, Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und -didaktik

    Dr. Eva-Maria Kirschhock, Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und -didaktik

    Prof. Dr. Sabine Martschinke, Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und -didaktik

    Prof. Dr. Bärbel Kopp, Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und -didaktik

    Projektinhalt

    Das Projekt “Digitaler Campus” strebt eine Stärkung domänspezifischer IT-Grundkompetenzen für Dozierende und Studierende des Lehramts an Grundschulen an. Dabei wird eine Einbindung des Lehrangebots in den Studiengang “Lehramt an Grundschulen” auf drei Ebenen fokussiert:

    Erreicht werden soll eine Förderung der Kompetenzen von Hochschuldozenten, Lehramtsstudierenden und SchülerInnen im Bereich der digitalisierten Welt. Im Programm werden allgemeine Kompetenzen im professionalisierten Umgang mit Medien sowie mediendidaktische und medienerzieherische Kompetenzen gefördert. Eine höhere Kompetenz der Dozierenden soll in den Lehrveranstaltungen zu einem höheren Output durch Modelllernen und einem höheren mediendidaktischen Niveau der Veranstaltungen beitragen, somit auch zu einer Erweiterung der Kompetenzen der Studierenden. Geschult werden soll auf Medien bezogenes Professionswissen, Reflexion und Kritik existierender medialer Lernumgebungen und die Fähigkeit einer eigenen Gestaltung von Lernumgebungen. Ob sich diese auf Schüler auswirkt, soll mit Hilfe der UR-Klassen belegt werden.

    Im Rahmen dessen können Studierende das “Medienpädagogik Basiskompetenzen-Zertifikat” erwerben. Dies wird zunächst für das Lehramt an Grundschulen angeboten, wobei weiterfolgend die Möglichkeit der Realisierung für die Lehrämter an Mittelschulen, Realschulen und Gymnasien angestrebt wird.

    Pressemitteilung der Universität Regensburg zum Projekt “Digitaler Campus” http://www.uni-regensburg.de/pressearchiv/pressemitteilung/700005.html

  • Digitale Medien im Schriftspracherwerb

    (Drittmittelfinanzierte Gruppenförderung – Teilprojekt)

    Titel des Gesamtprojektes: Digitaler Campus Bayern
    Laufzeit: 1. Januar 2017 - 31. Dezember 2021
    Mittelgeber: Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst (ab 10/2013)

    Die zunehmende Digitalisierung aller Lebensbereiche erfordert als Folge auch eine Digitalisierung im Bildungssystems. Digitale Medien bieten vielfältige Möglichkeiten. Das Projekt „Digitaler Campus“ beabsichtigt bei Studierenden des Lehramts an Grundschulen Kompetenzen der Digitalen Bildung zu fördern. Ausgangspunkt ist die überlegung, dass Kompetenzen bei Schülern insbesondere dann erreicht werden können, wenn Kompetenzen auf der Lehrerseite verfügbar sind. Diese wiederum bedürfen der Kompetenzen der Dozierenden in der Lehramtsausbildung.

    Im Rahmen des Projektes werden allgemeine Kompetenzen im professionalisierten Umgang mit Medien sowie mediendidaktische und medienerzieherische Kompetenzen gefördert. Im Fokus stehen das medienbezogene Professionswissen, Reflexion und Kritik existierender medialer Lernumgebungen und die Fähigkeit einer eigenen Gestaltung von Lernumgebungen. Ob sich diese auf Schüler auswirkt, soll mit einer an das Projekt anschließenden Evaluation an ausgewählten Grundschulen erprobt werden.

    Das Projekt „Digitale Medien im Schriftspracherwerb“ ist Teil des Gesamtprojektes „Digitaler Campus – IT4@ll“ in Kooperation mit der Universität Regensburg. Weitere Informationen zum Gesamtprojekt sind abrufbar unter:

    http://www.uni-regensburg.de/projekte/digitaler-campus/index.html

    https://www.stmwk.bayern.de/studenten/digitalisierung/hochschule-digitaler-campus.html

  • KOmpetentes Miteinander. ENtwicklung Sozialer Kompetenz und Integration von Grundschulkindern in heterogenen Settings der dritten Jahrgangsstufe.

    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)

    Laufzeit: seit 1. September 2016
    Mittelgeber: andere Förderorganisation
    Theoretischer Hintergrund und Forschungsstand
    Aus grundschulpädagogischer Perspektive kann Inklusion nicht auf das räumliche Beisammensein von Schüler*innen mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf und eine individuumszentrierte sonderpädagogische Förderung verkürzt werden. Vielmehr ist Inklusion in der Grundschule als Schule für alle Schüler*innen im Einklang mit der UN-Behindertenrechtskonvention vor dem Hintergrund eines weiten, partizipativen, ökosystemischen Inklusionsbegriffs als konstruktiver Umgang mit Heterogenität in all ihren Facetten zu denken. Entscheidend wird in dieser Sichtweise der durch Lehrkräfte wahrgenommene, besondere Förderbedarf jedes Kindes, unabhängig von der Diagnose eines sonderpädagogischen Förderbedarfs. Der Förderung sozialer Kompetenz und sozialer Integration kommt dabei eine zentrale Bedeutung zu, da diese als Gradmesser gelungener, über räumliches Beisammensein hinausgehender Inklusion gelten können und als Resilienzfaktor und Leistungsprädiktor bedeutsame Stellschrauben zur Erfüllung des multikriterialen Bildungsauftrags der Grundschule darstellen (z.B. Martschinke/Frank 2015). Anders als eine individuumszentrierte Förderung setzt eine systemische Förderung hierbei insbesondere an klimatischen Aspekten des Settings an (z.B. Feedback, Beziehungsqualität, Partizipationsgelegenheiten; Grütter et al. 2015). Obwohl Theoriebestände (z.B. Deci/Ryan 1993) sowie Ergebnisse der Unterrichts- (z.B. Klieme et al. 2006) und Inklusionsforschung (z.B. Grütter et al. 2015) auf die Bedeutsamkeit eines solchen Förderansatzes verweisen, ist die Wirkung der genannten klimatischen Aspekte und Heterogenitätsmerkmale auf die soziale Kompetenz und Integration nicht hinreichend erforscht (z.B. ebd., Martschinke et al. 2012).

    Fragestellungen
    Diesen Desiderata der Grundschul- und Inklusionsforschung widmet sich die Hauptfragestellung der Studie: Wie entwickeln sich soziale Kompetenz und soziale Integration der Schüler*innen in Abhängigkeit von deren Heterogenitätsmerkmalen (Migrationshintergrund, soziale Herkunft, besonderer Förderbedarf) und klimatischen Aspekten des Settings (Feedback, Beziehungsqualität, Partizipationsgelegenheiten)? Überdies wird geprüft, ob die klimatischen Gegebenheiten in Abhängigkeit von der Heterogenität der Schülerschaft variieren, ob es „Optimalklassen“ gibt, in denen trotz überdurchschnittlicher Heterogenität eine überdurchschnittliche Entwicklung gelingt, und welche klimatischen Aspekte diese auszeichnen.

    Hieraus ergeben sich folgende Teilfragestellungen:

    1. Gibt es Entwicklungsunterschiede in Abhängigkeit von der Heterogenität der Schüler*innen?
    2. Gibt es Entwicklungsunterschiede in Abhängigkeit von klimatischen Aspekten des pädagogischen Settings?
    3. Gibt es Unterschiede in den klimatischen Aspekten des pädagogischen Settings in Abhängigkeit von der Heterogenität der Schüler*innen?
    4. Gibt es Optimalklassen, in denen bei überdurchschnittlicher Heterogenität eine überdurchschnittliche Entwicklung gelingt?
    5. Durch welche klimatischen Aspekte zeichnen sich diese Optimalklassen aus?


    Methode: Design, Stichprobe, Instrumente

    Zur Beantwortung dieser Fragestellungen wurden in einem quantitativen Längsschnitt-Design mit drei Messzeitpunkten (Anfang, Mitte und Ende des Schuljahres 2016/17) Daten anhand standardisierter Fragebögen multiperspektivisch erhoben (Parallelversionen für Lehrkräfte und Schüler*innen), die multivariat ausgewertet werden. Die Stichprobe umfasst 30 Klassen der dritten Jahrgangsstufe (N=443 Schüler*innen und Eltern, N=30 Lehrkräfte) aus dem Schulamtsbezirk Stadt Nürnberg. Im Einzelnen wurden folgende Konstrukte erfasst:

    Heterogenitätsdimensionen

    •     Migrationshintergrund (Adaption: Bos et al. 2005, 2009; Frey 2009)
    •     Geburtsland der Eltern
    •     Geburtsland des Kindes
    •     Familiensprache
    •     Verkehrssprache des Kindes
    •     Soziale Herkunft (Adaption: Bos et al. 2005, 2009; Frey 2009)
    •     Bildungsabschluss der Eltern
    •     Berufsstand der Eltern
    •     Kulturelle Besitztümer
    •     Besonderer pädagogischer Förderbedarf (Eigenkonstruktion)
    •     Attestierter sonderpädagogischer Förderbedarf
    •     Subjektiver sonderpädagogischer Förderbedarf (Lehrkrafteinschätzung)
    •     Subjektiver besonderer pädagogischer Förderbedarf (Lehrkrafteinschätzung)

    Soziale Kompetenz und soziale Integration

    •     Soziale Kompetenz (Adaption: Frey 2013)
    •     Perspektivenübernahme
    •     Empathie
    •     Impulsivität
    •     Durchsetzungsfähigkeit
    •     Prosoziales Verhalten
    •     Regulation der Gefühle anderer
    •     Soziale Integration (Adaption: Venetz et al. 2014)
    •     Emotionales Integriertsein
    •     Soziales Integriertsein
    •     Leistungsmotivationales Integriertsein

    Klimatische Aspekte des pädagogischen Settings

    •     Feedback (Adaption: Martschinke et al. 2002; Kopp & Martschinke 2011)
    •     Individuelle Rückmeldung
    •     Individuelle Unterstützung
    •     Fehlerrückmeldung
    •     Bezugsnormorientierung
    •     Partizipation (Adaption: Martschinke et al. 2002; Kopp & Martschinke 2011)
    •     Partizipationsgelegenheiten
    •     Mitbestimmungsmöglichkeiten
    •     Teilhabegelegenheiten
    •     Kooperationsgelegenheiten
    •     Beziehungen (Adaption: Rauer & Schuck 2004)
    •     Angenommensein
    •     Klassenklima

    Bedeutsamkeit
    Die Studie gibt Aufschluss darüber, welche Schüler*innen seitens ihrer Grundschullehrkräfte als besonders förderbedürftig wahrgenommen werden (besonderer pädagogischer Förderbedarf) und welche Bedeutung Heterogenitätsmerkmalen und klimatischen Aspekten des Settings für erfolgreiche inklusive Praxis zukommt. Das zugrundeliegende, weite, partizipative Inklusionsverständnis des Projekts geht über Inklusion als räumliches Beisammensein von Schüler*innen mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf hinaus, indem es nach den Teilhabechancen aller Schüler*innen fragt. Damit würdigt es zugleich erfolgreiche inklusive Praxis jenseits inklusiver Modellversuche und Profilschulen. Die Identifikation von Optimalklassen und deren klimatischer Aspekte kann Hinweise auf Stellschrauben eines konstruktiven Umgangs mit Heterogenität liefern und somit Impulse für die Schulentwicklung und die Professionalisierung von Lehrkräften in inklusiven Settings geben.

    Finanzierung
    Sonderfonds für wissenschaftliches Arbeiten an der Universität Erlangen-Nürnberg

    Literaturangaben
        Bos, W. et al. (Hrsg.) (2005). IGLU. Skalenhandbuch zur Dokumentation der Erhebungsinstrumente. Münster u.a.: Waxmann.
        Bos, W. et al. (Hrsg.) (2009). TIMSS 2007. Dokumentation der Erhebungsinstrumente zur „Trends in International Mathematics and Science Study“. Münster u.a.: Waxmann.
        Deci, E. L. & Ryan, R. M. (1993). Die Selbstbestimmungstheorie der Motivation und ihre Bedeutung für die Pädagogik. Zeitschrift für Pädagogik, 39(2), S. 223-238.
        Frey, A. et al. (Hrsg.) (2009). PISA 2006 Skalenhandbuch. Dokumentation der Erhebungsinstrumente. Münster u.a.: Waxmann.
        Frey, K. A. (2013): Soziale Kompetenz. Eine Fragebogenerfassung in der Grundschule. Münster u.a.: Waxmann.
        Grütter, J., Meyer, B. & Glenz, A. (2015): Sozialer Ausschluss in Integrationsklassen: Ansichtssache? In: Psychologie in Erziehung und Unterricht, 62(1), S. 65-82.
        Klieme, E., Lipowsky, F., Rakoczy, K. & Ratzka, N. (2006). Qualitätsdimensionen und Wirksamkeit von Mathematikunterricht. Theoretische Grundlagen und ausgewählte Ergebnisse des Projekts „Pythagoras“. In: Prenzel, M. & Allolio-Näcke, L. (Hrsg.): Untersuchungen zur Bildungsqualität von Schule. Abschlussbericht des DFG-Schwerpunktprogramms. Münster u.a.: Waxmann, S. 127-146.
        Kopp, B. & Martschinke, S. (2011). Kinder mit deutscher und nicht-deutscher Familiensprache – Ergebnisse aus der CHARLIE-Studie zum Umgang mit migrationsbedingten Disparitäten. In: Zeitschrift für Grundschulforschung, 4(2), S. 46-59.
        Martschinke, S., Kammermeyer, G., Frank, A. & Mahrhofer, Ch. (2002). Heterogenität im Anfangsunterricht. Welche Voraussetzungen bringen Schulanfänger mit und wie gehen Lehrerinnen damit um? Universität Erlangen-Nürnberg: Institut für Grundschulforschung (Berichte und Arbeiten aus dem Institut für Grundschulforschung, 101).
        Martschinke, S. & Frank, A. (2015). Eine starke Reise mit der Klasse. „Starke Kinder“ in der Grundschule – ein Programm zur Persönlichkeitsförderung. Augsburg: Auer.
        Rauer, W. & Schuck, K. D. (2004). Fragebogen zur Erfassung emotionaler und sozialer Schulerfahrungen von Grundschulkindern erster und zweiter Klassen. Göttingen: Beltz.
        Venetz, M., Zurbriggen, C. & Eckhart, M. (2014). Kurzversion des Fragebogens zur Erfassung von Dimensionen der Integration von Schülern (FDI 4-6) von Haeberlin, Moser, Bless und Klaghofer. Empirische Sonderpädagogik 6(2), S. 99-113.

  • E-Learning: Heterogenität - ein Merkmal der Grundschulkinder?! - Entwicklung und Evaluation eines virtuellen Kurses zum Thema „Heterogenität – ein Merkmal der Grundschulkinder?!“

    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)

    Laufzeit: 1. März 2016 - 31. März 2021
    Mittelgeber: Virtuelle Hochschule Bayern
    URL: https://www.grundschulforschung.phil.fau.de/lehre/e-learning/

    Mit der Entwicklung virtueller Kurse hat sich in den letzten Jahren eine Form der Lehre entwickelt, die uns die Möglichkeit bietet, die Studienmöglichkeiten zu erweitern und Studierenden ein auf ihr individuelles Lernen abgestimmtes Arbeiten zu bieten.

    Ziel dieses Projekts ist es, einen virtuellen Kurs zum Thema „Heterogenität- ein Merkmal der Grundschulkinder?!“ auf der Lernplattform GRIPS zu entwickeln. Dabei werden verschiedene mediendidaktische überlegungen einbezogen, so dass ein Mehrwert des Online-Angebots zustande kommt. Es wird darauf geachtet, dass sowohl lernanregende als auch sozial-kommunikative Elemente – etwa in Form von Animationen oder Foren – zum Einsatz kommen. Ein wichtiger Baustein ist auch die Möglichkeit für Studierende, während des Online-Seminars Feedback zu erhalten. Dies geschieht durch Selbstkontrolle-Aufgaben am Ende jedes Lernmoduls und anhand einer kompetenten Betreuung durch E-Tutoren.

    Das Thema Heterogenität liegt im Bereich der Grundschulpädagogik und –didaktik seit Jahren immer wieder im Fokus. Nicht zuletzt die großen Themen Inklusion oder die Flüchtlingsaufnahme in Schulen vergrößern dieses Thema um weitreichende Bereiche.

    Eine theoretisch fundierte Auseinandersetzung mit existierenden Studien und rechtlichen Grundlagen ist für angehende Lehrer/innen dabei ebenso notwendig wie das Anbahnen fallbasierter Diagnose- und Förderkompetenzen. Beides zusammen bildet die Schwerpunkte des zu entwickelnden Seminars. Zudem ermöglicht die Form des Online-Seminars neben den Fallbeispielen im „virtuellen Klassenzimmer“ zeit- und ortsunabhängiges Lernen auf Studierendenseite und trägt zu einer Steigerung der eigenen Medienkompetenz bei.

    Eine Kursdemo wird aufrufbar sein unter: www.vhb.org

    Projektzeitraum

    März 2016 – Februar 2017: Phase 1: Erstellung des Kurses

    März 2017 – Februar 2018: Phase 2: Zwischenevaluation und überarbeitung

    Ab März 2019: Phase 3: Abschlussevaluation

  • E-Learning: Konzeptionen der Grundschule - Entwicklung und Evaluation eines virtuellen Kurses zum Thema „Konzeptionen der Grundschule“

    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)

    Laufzeit: 1. März 2016 - 31. März 2021
    Mittelgeber: Virtuelle Hochschule Bayern
    URL: https://www.grundschulforschung.phil.fau.de/lehre/e-learning/

    Mit der Entwicklung virtueller Kurse hat sich in den letzten Jahren eine Form der Lehre entwickelt, die uns die Möglichkeit bietet, die Studienmöglichkeiten zu erweitern und Studierenden ein auf ihr individuelles Lernen abgestimmtes Arbeiten zu bieten.

    Ziel dieses Projekts ist es, einen virtuellen Kurs zum Thema „Konzeptionen der Grundschule“ auf der Lernplattform studon (ILIAS) zu entwickeln. Dabei werden verschiedene mediendidaktische überlegungen einbezogen, so dass ein Mehrwert des Online-Angebots zustande kommt. Es wird darauf geachtet, dass sowohl lernanregende als auch sozial-kommunikative Elemente – etwa in Form von Animationen oder Foren – zum Einsatz kommen. Ein wichtiger Baustein ist auch die Möglichkeit für Studierende, während des Online-Seminars Feedback zu erhalten. Dies geschieht durch Selbstkontrolle-Aufgaben am Ende jedes Lernmoduls und anhand einer kompetenten Betreuung durch E-Tutoren.

    Konzeptionen der Grundschule bilden einen wichtigen Bereich in der Grundschulpädagogik und -didaktik, da hier die Studierenden verschiedene konzeptionelle Zugangsweisen für diesen Fachbereich kennenlernen.

    Darüber hinaus bietet die Beschäftigung mit den Konzeptionen der Grundschule eine Möglichkeit, verschiedene relevante Erkenntnisse und Forschungstraditionen zu bündeln, da sich viele Aspekte der Grundschulpädagogik und -didaktik auch im Bereich der Konzeptionen wiederfinden, da hier zentrale Fragestellungen zusammenlaufen und vertieft werden.

    Damit die Studierenden Konzeptionen kriterienbezogen beurteilen können, werden diese immer vor dem Hintergrund der wesentlichen Aspekte der Grundschulpädagogik und -didaktik reflektiert.

    Das Online-Seminar ermöglicht zeit- und ortsunabhängiges Lernen und trägt zu einer Steigerung der Medienkompetenz Studierender bei.

    Eine Kursdemo wird aufrufbar sein unter: www.vhb.org

    Projektzeitraum

    März 2016 – Februar 2017: Phase 1: Erstellung des Kurses

    März 2017 – Februar 2018: Phase 2: Zwischenevaluation und überarbeitung

    Ab März 2019: Phase 3: Abschlussevaluation

  • E-Learning: Konzeptionen des Sachunterrichts - Entwicklung und Evaluation eines virtuellen Kurses zum Thema „Konzeptionen des Sachunterrichts“

    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)

    Laufzeit: 1. März 2015 - 31. März 2020
    Mittelgeber: Virtuelle Hochschule Bayern
    URL: https://www.grundschulforschung.phil.fau.de/lehre/e-learning/

    Mit der Entwicklung virtueller Kurse hat sich in den letzten Jahren eine Form der Lehre entwickelt, die uns die Möglichkeit bietet, die Studienmöglichkeiten zu erweitern und Studierenden ein auf ihr individuelles Lernen abgestimmtes Arbeiten zu bieten.

    Ziel dieses Projekts ist es, einen virtuellen Kurs zum Thema „Konzeptionen des Sachunterrichts“ auf der Lernplattform studon (ILIAS) zu entwickeln. Dabei werden verschiedene mediendidaktische überlegungen einbezogen, so dass ein Mehrwert des Online-Angebots zustande kommt. Es wird darauf geachtet, dass sowohl lernanregende als auch sozial-kommunikative Elemente – etwa in Form von Animationen oder Foren – zum Einsatz kommen. Ein wichtiger Baustein ist auch die Möglichkeit für Studierende, während des Online-Seminars Feedback zu erhalten. Dies geschieht durch Selbstkontrolle-Aufgaben am Ende jedes Lernmoduls und anhand einer kompetenten Betreuung durch E-Tutoren.

    Inhaltlich beschäftigt sich der Kurs in erster Linie mit historischen, aber auch jüngeren Konzeptionen des Sachunterrichts, deren Vermittlung Studierende dazu befähigen soll, aktuelle Entwicklungen der Sachunterrichtsdidaktik nachvollziehen und beurteilen zu können.

    Das Online-Seminar ermöglicht zeit- und ortsunabhängiges Lernen und trägt zu einer Steigerung der Medienkompetenz Studierender bei.

    Eine Kursdemo wird aufrufbar sein unter: www.vhb.org

    Projektzeitraum

    März 2015 – Februar 2016: Phase 1: Erstellung des Kurses

    März 2016 – Februar 2017: Phase 2: Zwischenevaluation und überarbeitung

    Ab März 2018: Phase 3: Abschlussevaluation

  • Comenius-Regio - Teilprojekt im Rahmen des Gesamtprojektes Creating Resource Bases for Inclusive Education in Continuing Professional Development (Comenius-Regio-Projekt)

    (Projekt aus Eigenmitteln)

    Laufzeit: 1. September 2013 - 1. August 2015

    Am 1. August 2013 wurde das Comenius-Regio-Projekt gestartet, das aus Mitteln des EU-Programms für lebenslanges Lernen der Europäischen Kommission gefördert wird. Der Auftrag der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (Schwerpunkt Art. 24) bildet dafür den gemeinsamen Hintergrund. Als gemeinsame Aufgabe des Comenius-Projekts wird die Weiterentwicklung gemeinsamen Unterrichts in unterschiedlichen inklusiven Settings (wie z.B. Partner- und Kooperationsschulen oder wohnortnahe Einzelintegration) gesehen.

    Zielsetzung

    Zielstellung des Projekts insgesamt ist es, dass die beiden beteiligten Regionen von den jeweiligen Erfahrungen des anderen lernen. Außerdem geht es um die Neuentwicklung von Konzeptionen und Modulen. Es sollen konkrete unterrichtliche bzw. erzieherische Maßnahmen für einen lernzieldifferenten, kompetenzorientierten Unterricht für die inklusive Beschulung von Grund- und Mittelschülern mit Beeinträchtigungen von den Lehrkräften der beteiligten Schulen entwickelt und erprobt werden. Die Schulen werden durch die weiteren Partner (Hochschulen, Elternverbände) dabei unterstützt. Evaluierte Materialien werden sodann über die „Lernwirkstatt Inklusion“ (= resource base) im Rahmen der lokalen Lehrerfortbildung (continuing professional development) multipliziert (https://lernwirkstatt-inklusion-nl.de/).

    Zielstellung der prozessbegleitenden, wissenschaftlichen Begleitung durch das Institut für Grundschulforschung ist es, durch den „Blick von außen“ gemeinsamen Unterricht exemplarisch zu dokumentieren, um Best Practice, aber auch Schwierigkeiten aufzuzeigen. Dies kann geschehen durch Interviews mit Beteiligten (Lehrkräfte im Tandem, Eltern, Lehrerkollegien), aber auch durch Unterrichts- oder Schülerbeobachtung. Es soll aufgedeckt werden, an welchen Stellen weiterhin Entwicklungsbedarf besteht bzw. welche Elemente der erarbeiteten inklusiven Bausteine bereits umgesetzt werden und Akzeptanz finden. Die Ergebnisse können im Sinne einer Evaluation bewertet und im fortbildenden, fachlichen Austausch aller Beteiligten, aber auch für Multiplikationszwecke genutzt werden. Damit können nachhaltige Prozesse zur Weiterverbreitung angestoßen werden.

    Zudem können im Austausch mit der Partnerregion Cardiff Studierende Erfahrungen sammeln in einer Region, die bereits seit längerer Zeit Inklusionspraxis betreibt. Diese Erfahrungen fließen im Sinne forschenden und selbstreflexiven Lernens in die eigene Lerngeschichte ein. Genauso gut können Studierende der Partnerregion ihre subjektiv erworbene und möglicherweise andere Sichtweise auf Schule und Inklusionspraxis mit den hiesigen Studierenden teilen. Insgesamt sollen Befragungen mit allen Beteiligten dazu anregen, über den Sinn und Zweck regionaler und internationaler Austausch- und Kooperationsprozesse nachzudenken und Kriterien für „gute Kooperation“ auch über die Klasse und die Schule hinweg zu entwickeln.

    Finanzierung 

    Lifelong Learning Programme Comenius

    Application Form 2013 for Comenius Regio Partnerships

    Kooperationspartner

    • Staatliches Schulamt Nürnberger Land, Dr. Gerald Klenk
    • Howardian Teachers Center Cardiff (Wales, United Kingdom)

  • Kooperatives Promotionskolleg „Bildung als Landschaft. Zum Verhältnis von formalen und non-formalen Bildungsorten sowie formellem und informellem Lernen im Kindes- und Jugendalter“

    (Drittmittelfinanzierte Gruppenförderung – Gesamtprojekt)

    Laufzeit: 11. Juli 2013 - 1. Januar 2016
    Mittelgeber: Stiftungen
    URL: http://www.bildungslandschafterforschen.de/

    Das Promotionskolleg „Bildung als Landschaft. Zum Verhältnis von formalen und non-formalen Bildungsorten sowie formellem und informellem Lernen im Kindes- und Jugendalter“ ist ein gemeinsames Promotionskolleg

    - des Instituts für Grundschulforschung der Friedrich-Alexander Universität  Erlangen-Nürnberg,

    - des Lehrstuhls für Allgemeine Pädagogik der Otto-Friedrich-Universität Bamberg

    - der Fakultät Sozialwissenschaften der Georg-Simon-Ohm Hochschule Nürnberg

    - der Fakultäten für Sozialwissenschaften sowie für Religionspädagogik, Bildungsarbeit und Diakonik der Evangelischen Hochschule Nürnberg

    - in Kooperation mit der Hans-Böckler-Stiftung.

    Das Promotionskolleg, welches verschiedene Fachzugänge integriert, möchte vorzugsweise herausragenden Absolventinnen und Absolventen der Studiengänge Soziale Arbeit, Religionspädagogik, Elementarpädagogik und Erwachsenenbildung sowie Personen, die mindestens das erste Staatsexamen an Lehramt Grund-, Haupt- und Realschulen abgeschlossen haben, eine strukturierte Promotionsausbildung bieten.

    Mit dem Thema des Kollegs „Bildung als Landschaft – zum Verhältnis von formalen und non-formalen Bildungsorten sowie formellem und informellem Lernen im Kindes- und Jugendalter“ wird versucht, die – auch in der Forschung ersichtliche – Versäulung des Bildungswesens in schulische Bildungsforschung einerseits und außerschulische Bildungsforschung andererseits zu überwinden und die Erträge sowie die Bedeutung non-formaler Bildungsangebote im Zusammenspiel mit formaler Bildung als »Bildungslandschaft« in den Blick zu nehmen. Mit dem Promotionskolleg ist das thematische Interesse verbunden, Lernprozesse aus der Perspektive von Kindern und Jugendlichen wahrzunehmen und die häufig getrennten Orte formaler und non-formaler Bildung aufeinander zu beziehen. Es geht darum, deren Ineinandergreifen zu beschreiben. Dieses möchten wir sowohl aus der Perspektive des Lebenslaufes von Kindern und Jugendlichen als auch im Verständnis der in diesem Kontext agierenden pädagogischen Professionellen bearbeiten. Mit dem Konzept der »Bildungslandschaft« wird in der Bildungspraxis der normative Anspruch markiert, diese bisher getrennt gesehenen Welten formellen und informellen Lernens bzw. formaler und non-formaler Bildung in der Ausgestaltung regionaler und kommunaler Bildungskontexte stärker aufeinander zu beziehen und damit synergetisch fruchtbar zu machen. Gerade im Kontext von Bemühungen um stärkere Bildungsgerechtigkeit ist dieses ein zentrales Anliegen.

    Das Promotionskolleg ist über das thematische Interesse hinaus durch zwei zentrale Motive geprägt:

    Eine strukturierte Promotionsausbildung für im Wissenschaftsbetrieb häufig vernachlässigte Berufsgruppen

    Die Absolventinnen und Absolventen der Grundschulpädagogik sowie weiterer Studiengänge des Lehramts (Hauptschule, Realschule) haben dann, wenn sie eine Promotion anstreben, das Problem, dass sie in ihrer universitären Ausbildung nur eine sehr eingeschränkte Ausbildung in Forschungsmethoden erfahren haben. Zudem haben viele Doktorandinnen und Doktoranden nach dem ersten Staatsexamen das Referendariat abgeschlossen und zum Teil auch schon einige Jahre in der Schule gearbeitet.

    Die Absolventinnen und Absolventen der Hochschulen für angewandte Wissenschaften (vormals Fachhochschulen) mit den Abschlüssen Diplom oder Master haben ebenfalls ein Studium mit starkem Berufsbezug und – je nach Ausbildungsort – sehr unterschiedlicher forschungsmethodischer Ausbildung abgeschlossen; auch wenn diese in der Ausbildung vermittelt werden, hat nur die Minderheit der Absolventinnen und Absolventen intensive Forschungserfahrungen sammeln können. Viele können seit der Einführung des Bachelor und Master vor oder zwischen Bachelor-Abschluss und Master eine längere Berufsphase vorweisen oder haben ein Diplom bzw. einen Master berufsbegleitend erworben.

    Beiden Absolventengruppen ist damit gemeinsam, dass sie einen auf die Promotion und die Forschungskompetenz bezogenen Nachqualifizierungsbedarf haben. Beiden Gruppen ist aber auch gemeinsam, dass sie über vielfältige berufliche Erfahrungen im Bildungs- und Erziehungsbereich verfügen und diese Feldkenntnis gewinnbringend für den Forschungszugang und auch die Datenanalyse nutzen können. Zudem haben Angehörige der oben genannten Berufsgruppen in ihrem Forschungsgegenstand breite Gemeinsamkeiten und können sich bei der Durchführung ihrer Projekte wechselseitig anregen und unterstützen. Es ist ein Motiv dieses Kollegs, diesen im Wissenschaftsbetrieb oft zu wenig beachteten Berufsgruppen eine gute Möglichkeit zur Promotion zu bieten. Zudem könnten auf diesem Weg auch Studienabsolventinnen und -absolventen aus sozial benachteiligten Herkunftsfamilien – die häufiger ein Studium an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften als ein Universitätsstudium absolvieren – weitere Qualifikationswege erschlossen werden.

    Erproben neuer Wege in der Promotionskooperation zwischen einer Universität und Hochschulen für angewandte Wissenschaften

    Seit einiger Zeit werden an den Hochschulen für angewandte Wissenschaften Masterstudiengänge angeboten, die zur Promotion berechtigen. Hochschulen für angewandte Wissenschaften verfügen nicht über das Recht zu promovieren; Universitäten hingegen haben das Recht der Promotion. Lehramtsstudierende im Bereich des Lehramts an Grund-, Haupt- und Realschulen werden in Bayern unterhalb des Niveaus eines Masterabschlusses ausgebildet und brauchen für eine Promotion in der Regel eine weitere Qualifizierung (zumindest im Bereich von Forschungsmethoden).

    Vor diesem Hintergrund möchten wir Möglichkeiten einer institutionellen Kooperation im Bereich der Promotionsausbildung durch ein gemeinsames Kolleg entwickeln und erproben.

    http://www.bildungslandschafterforschen.de/

  • Ökonomische Präkonzepte von Grundschulkindern

    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)

    Laufzeit: 1. Juli 2013 - 30. Juni 2015
    Mittelgeber: Stiftungen
    Theoretischer Hintergrund
    Ökonomische Bildung wird zunehmend als wesentlicher Bestandteil der Allgemeinbildung gesehen, da eine selbstständige und selbstverantwortliche Bewältigung von Lebenssituationen die Auseinandersetzung mit ökonomisch geprägten Sachverhalten verlangt. Schon Kinder im Grundschulalter müssen ökonomische Herausforderungen bewältigen, wenn sie z.B. mit knappen Ressourcen wie Geld und Zeit umgehen oder als Nachfrager auf Märkten agieren. Durch lebensweltliche Erfahrungen entwickeln Kinder eigene Deutungsmuster zu ökonomischen Sachverhalten (z.B. Tauschvorgänge, Funktion von Geld, ökonomische Ungleichheit), die nicht immer mit den wissenschaftlich tragfähigen Erklärungen übereinstimmen. Um im Sachunterricht anschlussfähiges Lernen zu ermöglichen und den Erwerb belastbarer Konzepte zu unterstützen muss analog zum mittlerweile gut untersuchten Bereich der Naturwissenschaften auch hier erfasst werden, über welches Vorwissen Grundschulkinder verfügen.

    Zielsetzung
    Die durch die Joachim-Herz-Stiftung geförderte empirische Studie „Ökonomische Präkonzepte von Grundschülern“ untersucht die Vorkenntnisse und (Fehl-)Vorstellungen von Grundschulkindern zu ökonomisch relevanten Inhalten aus den Bereichen Konsum, Arbeit, Unternehmen und Staat bzw. wirtschaftliche Rahmenbedingungen.

    Methode
    In einem ersten Projektschritt wird eine explorative qualitative Vorstudie durchgeführt, in der Leitfadeninterviews mit Grundschulkindern aus verschiedenen Klassenstufen geführt werden, um Erklärungsversuche („Präkonzepte“) zu identifizieren. Auf dieser Basis soll ein standardisierter Test entwickelt werden. Dieses Testinstrument sowie erste deskriptive Auswertungen sind das Ergebnis des ersten Teilprojekts.
    Daran anschließend wird im zweiten Teilprojekt auf Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse eine großflächige Erhebung in mehreren Bundesländern geplant. Die Auswertung der Fragebögen erfolgt mit dem Ziel, die (Fehl-)Vorstellungen von ökonomischen Begriffen, Konzepten und Zusammenhängen und deren Abhängigkeit von anderen Faktoren wie z.B. dem Alter oder dem Bundesland zu identifizieren.
  • Persönlichkeitsförderung im Übergang von der Grundschule in die weiterführende Schule

    (Projekt aus Eigenmitteln)

    Laufzeit: 1. April 2013 - 30. Oktober 2013

    Übergänge sind Schlüsselsituationen für die individuelle Entwicklung und die Bildungslaufbahn von Kindern (Griebel & Niesel, 2011). Dies gilt auch für den Übergang von der Grundschule in die Sekundarstufe. Am Institut für Grundschulforschung wird deshalb ein Trainingsprogramm zur Persönlichkeitsförderung entwickelt und evaluiert, um Kinder der vierten Jahrgangsstufe in ihren Ressourcen für den Übergang zu stärken.

    Diese Intervention gliedert sich in zehn Einheiten, die nach Ausgabe der Übertrittszeugnisse durchgeführt werden. Besonders gefördert werden sollen emotionale, personale und soziale Kompetenzen. Das Projekt schließt sich analog an ein bereits durchgeführtes Übergangsprojekt, von der Kindertagesstätte in die Grundschule (Martschinke & Frank, 2012) an.

    Die Inhalte der 3 Module (emotional, personal und sozial) orientieren sich an folgenden Zielen:

    •     Förderung von Empathie
    •     Wahrnehmung von Emotionen
    •     Umgang mit negativen Emotionen
    •     Förderung eines positiven Selbstwertgefühls
    •     Förderung eines positiven Selbstkonzepts
    •     Förderung von Selbstwirksamkeitserwartungen
    •     Schulung von Copingstrategien
    •     Förderung von Kooperation
    •     Förderung von Konfliktfähigkeit und Porblemlösestrategien

    Im Rahmen der Evaluation wird das Übergangsprojekt mit seinem Interventionsprogramm sowohl auf seine Effektivität als auch auf seine Akzeptanz hin überprüft. Dabei wird in systemischer Sichtweise die Perspektive von Schülern und Lehrern erfasst.

    Beteiligt sind 11 Grundschulklassen (5 Interventionsklassen, 6 Kontrollklassen der vierten Jahrgangsstufe) mit ihren Lehrkräften.

  • Ganztagsorganisation durch Hort-Kooperation

    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)

    Laufzeit: 1. Januar 2013 - 31. Dezember 2015
    Mittelgeber: andere Förderorganisation

    Im innovativen Hort-Kooperationsklassen-Konzept einer Nürnberger Brennpunktschule arbeiten die Lehrkräfte von Grundschulklassen intensiv mit dem pädagogischen Personal des Horts zusammen. Damit wird ein Modell ganztägiger Bildung umgesetzt, das weit über die bloße Betreuung und Beaufsichtigung hinausreicht und für die Schüler mit teilweise ungünstigen sozialen und familiären Voraussetzungen nachteilsausgleichend wirken soll.

    Dieses Konzept wird von 2013 bis 2015 vom Institut für Grundschulforschung mit dem Fokus auf der Leistungs- und Persönlichkeitsentwicklung der Schüler, der Zufriedenheit der Eltern sowie der Kooperation des pädagogischen Personals evaluiert, um auf Basis dieser Erkenntnisse eine solche nachteilsausgleichende Form der Ganztagsschule voranzutreiben. Durch die wissenschaftliche Begleitung sollen förderliche und weniger förderliche Aspekte erfasst und offengelegt werden.

    In einem Elternfragebogen werden beispielsweise die Erwartungen an die Schule, die Zufriedenheit und die Einschätzung des Schulbetriebs sowohl in der besonderen Kooperation als auch in der traditionellen Form in den Blick genommen. Die Akzeptanz seitens der Eltern kann Hinweise auf positive Effekte des Konzepts, aber auch auf Schwachstellen und weiteren Entwicklungsbedarf liefern. So können diese Ergebnisse helfen, die Umsetzung von Ganztagsschulkonzepten zu optimieren.

    Die Lehrkräfte und das pädagogische Personal im Hort werden durch Leitfadeninterviews befragt. So werden Ergebnisse gewonnen, die dazu dienen, den Gewinn für die Kinder durch die beteiligten pädagogischen Fachkräfte einzuschätzen. Zusätzlich soll in einem Fragebogen der persönliche Gewinn und der Aufwand des Konzeptes beurteilt werden, indem z.B. die Team- und Kooperationsstruktur eingeschätzt wird – mit dem Ziel, Verbesserungsmöglichkeiten aufzudecken, Ablaufstrukturen zu effektiveren sowie Chancen und Grenzen dieser Innovation aus der Perspektive der Akteure zu beleuchten.

    Zentral ist letztlich die Schülerseite und die Frage danach, ob sich solche Konzepte intensiver pädagogischer Kooperation förderlich auf das Lernen der Kinder, auf ihr Wohlbefinden, auf ihre Persönlichkeitsentwicklung (Selbstkonzept und Motivation) und auf das soziale Klima auswirken. Dazu soll die Entwicklung der Kinder verfolgt werden. Dies geschieht mittels Tests und Fragebogenerhebungen zu drei Messzeitpunkten (zu Beginn und Ende des ersten Schuljahres sowie zum Halbjahr des zweiten Schuljahres). Beteiligt sind dabei alle Kinder der Hort-Kooperationsklassen und der Vergleichsklassen im Regelbetrieb ohne besondere Kooperation. Durch diesen Vergleich lässt sich abschätzen, ob die Unterschiede zwischen Kooperationsklassen und denen im Regelbetrieb auf die Organisationsform zurückzuführen sind und ob sich die beabsichtigten Wirkungen der intensiven pädagogischen Kooperation (bessere Förderung, mehr Motivation, besseres Sozialklima bei den Kindern der Hort-Kooperationsklassen) überhaupt zeigen.

  • IKON. Wissenschaftliche Schulbegleitforschung der intensiv-kooperierenden Außenklassen der Dunantschule an der Jakob-Muth-Schule Nürnberg

    (Projekt aus Eigenmitteln)

    Laufzeit: 1. September 2010 - 30. Juli 2014
    Mittelgeber: andere Förderorganisation
    Mit dem Schuljahr 2010/11 werden an der Jakob-Muth-Schule Nürnberg, privates Förderzentrum mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung (Träger: Lebenshilfe Nürnberg e.V.) zwei Außenklassen mit Grundschulkindern aus der Dunantschule als Stammschule und aus anderen Grundschulen Nürnbergs eingerichtet, die zusammen mit Schülern der Förderklassen in einer Klasse möglichst umfassend gemeinsam unterrichtet werden. Im Gegensatz zu Außenklassen einer Förderschule mit räumlicher Unterbringung an einer Volksschule sind Außenklassen der Regelschule an Förderzentren noch selten bzw. im Nürnberger Raum noch gar nicht vorhanden. Dabei sollen Schüler ohne und mit sonderpädagogischem Förderbedarf durch die Bündelung der Kompetenzen von Grund- und Förderschullehrern profitieren: Möglichst intensiv und in größtmöglichen Umfang gemeinsamen Unterrichts sollen diese Kinder, räumlich am Förderort des Förderzentrums verortet, gemeinsam lernen und als Gemeinschaft Schulleben erfahren.

    Dieses schulische Setting stellt eine Organisationsform dar, die versucht die Anforderung aus der „UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderungen“ (2009) einzulösen. Entsprechend sind die Erfahrungen daraus sowohl schulpolitisch als auch pädagogisch und didaktisch von großem Interesse. Für beide Seiten, die Grundschule und den Förderschwerpunkt geistige Entwicklung, sind jeweils elementare Interessen im Auge zu behalten:

    • Aus grundschulpädagogischer Sicht soll so ein Fundament für gegenseitiges Verständnis und Normalität im Umgang miteinander (Lehrplan für die bayerische Grundschule, München 2000) geschaffen werden, ohne dabei Leistungsziele zu vernachlässigen.
    • Aus Sicht des Förderschwerpunkts geistige Entwicklung geht es um die Umsetzung des Lernbereiches „Gemeinsam Lernen“ (Lehrplan für den Förderschwerpunkt geistige Entwicklung, München 2003), die soziale Integration und die Entwicklung schulischer Leistungen in einer inklusiven Schul- und Unterrichtsumgebung.

    Diese Schulbegleitforschung versteht sich konzeptionell so, dass sie die intensive Kooperation auf schulischer Ebene auch auf wissenschaftlicher Ebene aufgreift und umsetzt. In enger Kooperation haben das Institut für Grundschulforschung der Universität Erlangen-Nürnberg (Prof. Dr. Martschinke, Dr. Kopp) sowie der Lehrstuhl für Pädagogik bei Geistiger Behinderung der Universität Würzburg (Dr. Ratz) gemeinsame Fragestellungen formuliert und mit der Schulleitung und den beteiligten Lehrkräften abgestimmt. Diese gemeinsamen Fragestellungen werden für die beiden Schülergruppen jeweils unterschiedlich operationalisiert, um den Lernbedürfnissen und –möglichkeiten beider Gruppen gerecht zu werden. Langfristiges Ziel ist es, Stärken und Schwächen der strukturellen Konzeption und ihrer Umsetzung zu identifizieren, damit ihre Effektivität zu prüfen und weiter zu entwickeln. Neben Erhebungen ist die didaktische Beratung der beteiligten Lehrkräfte ein fester Bestandteil der wissenschaftlichen Begleitung.
    Speziell geht es um die Weiterentwicklung und überprüfung eines Unterrichtskonzepts „für gemeinsames Lernen in heterogenen Gruppen unter Einbeziehung auch von Schülerinnen und Schülern mit sehr hohem Förderbedarf“ (Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus, »www.aussenklassen.de«, Abruf: 2.6.2010). Dabei sollen neben der Sicherstellung einer günstigen Leistungsentwicklung besonders die Entwicklung sozialer Beziehungen und sozialer Kompetenzen in der Klassengemeinschaft in den Blick genommen werden. Die Eltern sollen in ihrer wichtigen Rolle im ökosystemischen Modell von Schule nach ihren Erwartungen und nach der Erfüllung ihrer Erwartungen an das neue schulorganisatorische Modell befragt werden.

    Kooperationspartner

    Ullrich Reuter, Schulleiter der  Jakob-Muth-Schule, Privates Förderzentrum (Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung) der Lebenshilfe Nürnberg für Menschen mit Behinderung e.V.) und Kollegenteam.

  • Kognitive Aktivierung in kooperativen Lernphasen des naturwissenschaftlichen Sachunterrichts in der Grundschule

    (Projekt aus Eigenmitteln)

    Laufzeit: 1. März 2010 - 1. Dezember 2015

    Das Forschungsprojekt „Kognitive Aktivierung in kooperativen Lernphasen des naturwissenschaftlichen Sachunterrichts in der Grundschule“ beschäftigt sich mit der Fragestellung, ob Kinder eingeführte Maßnahmen zur kognitiven Aktivierung tatsächlich wahrnehmen und umsetzen können. Dazu wurde im Rahmen einer explorativen Interventionsstudie eine neunstündige Unterrichtssequenz zum Thema Magnetismus in der dritten Jahrgangsstufe mit je einer kooperativen Lernphase in jeder Unterrichtseinheit durchgeführt. Speziell aus soziokonstruktivistischer Perspektive (in Anlehnung an Piaget, bei Renkl die sogenannte neo-piagetsche Perspektive) geht man davon aus, dass im sozialen Austausch soziokognitive Konflikte und Perturbationen ausgehandelt werden. Das Aufeinandertreffen verschiedener Perspektiven bei Interaktionen von Peers gleicher Altersstufe wird als besonders gewinnbringend angesehen, weil sich dabei die Lernenden auf ähnlichem Sprachniveau bewegen, aber meist unterschiedlich kompetent sind. Damit ist keine unkritische oberflächliche Perspektivenübernahme zu erwarten, sondern ein gemeinsames Aushandeln und Konvergieren des Wissens. Die Aufgabe des Lehrers sollte es sein, den Schülern herausfordernde Aufgaben zu stellen, die kognitive Konflikte provozieren und dazu führen, dass die Kinder ihr Vorwissen, ihre Ideen und Lösungswege verbalisieren und im Dialog und Austausch mit den anderen diskutieren (Klieme, Lipowsky, Rakoczy & Ratzka, 2006; Lipowsky, 2006, 2009). Man vermutet, dass dadurch vertieftes Nachdenken, reiches Elaborieren sowie Vernetzen mit dem Vorwissen stattfinden können.

    In der durchgeführten Untersuchung erhielten 93 Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Unterrichts sowohl Lernvorgaben zur kognitiven als auch zur sozialen Aktivierung, um die Gruppenarbeitsphasen zu intensivieren. Zur kognitiven Aktivierung wurden Gruppenarbeitsaufträge, ein Forschertagebuch und Lerntipps eingesetzt. Die soziale Aktivierung wurde durch ein spezifisches Kooperationsskript mit wechselndem Laborchef gesteuert. Zur Erfassung des Lernerfolgs wurde vor als auch nach der Intervention ein Wissenstest durchgeführt. Zusätzlich wurden prozessbegleitend Daten über Videographie und Forschertagebücher gewonnen, um die Interaktionen während der kooperativen Lernphasen und damit Qualität und Quantität der kognitiven Aktivierung der Schülerinnen und Schüler zu erfassen (Einschätzskala zur kognitiven und sozialen Aktivierung, Videographie). Die Auswertung der quantitativen Daten zeigt, dass sich in der Gesamtstichprobe ein positiver Wissenszuwachs mit einer sehr hohen Effektstärke beobachten lässt. Dabei finden sich keine signifikanten Klassen- oder Gruppenunterschiede. Des Weiteren schätzen sich die Schülerinnen und Schüler selbst kognitiv und sozial hoch aktiviert in den einzelnen kooperativen Lernphasen ein. Die qualitativen Daten aus der Videoanalysen ergeben ein ähnliches Bild: Das Ergebnis des time-samplings auf Grundlage des Münchner Aufmerksamkeitsinventars (Helmke 1988) verweist auf ein hohes on-task-Verhalten der einzelnen Gruppenmitglieder, d.h. die Kinder bringen sich aktiv in die Diskussionen ein und scheinen aufmerksam zuzuhören. Um herauszufinden, worüber die Kinder genau miteinander in der Gruppe sprechen, wurde in induktiver Vorgehensweise in Anlehnung an Mayring (2000) ein Kategoriensystem zu den Gesprächsinhalten gebildet. Mithilfe eines event-samplings wurden alle Redebeiträge der Kinder ausgewertet. Auch hier zeigt sich, dass sie sich intensiv mit den Inhalten auseinandersetzen. Hierbei nehmen Aussagen, die sich beispielweise damit beschäftigen, eigene Ideen einzubringen, schlussfolgerndes Denken aufzeigen und die kritische Auseinandersetzung mit den Ideen der anderen Gruppenmitgliedern widerspiegeln, einen großen Anteil ein. Alle Ergebnisse (Aufmerksamkeitsverhalten, inhaltliche Prozesse, Selbsteinschätzung) verweisen auf reichhaltiges Elaborieren in den kooperativen Lernphasen.

    Literaturangaben

    Helmke, A. (1988). Das Münchner Aufmerksamkeitsinventar (MAI): Manual für die Beobachtung des Aufmerksamkeitsverhaltens von Grundschülern während des Unterrichts (Paper 6). München: Max-Planck-Institut für Psychologische Forschung.

    Klieme, E., Lipowsky, F., Rakoczy, K. & Ratzka, N. (2006). Qualitätsdimensionen und Wirksamkeit von Mathematikunterricht. Theoretische Grundlagen und ausgewählte Ergebnisse des Projekts „Pythagoras“. In M. Prenzel & L. Allolio-Näcke (Hrsg.), Untersuchungen zur Bildungsqualität von Schule. Abschlussbericht des DFG-Schwerpunktprogramms (S. 127-146). Münster: Waxmann.

    Lipowsky, F. (2006). Auf den Lehrer kommt es an. In C. Allemann-Ghionda & E. Terhart (Hrsg.), Kompetenzen und Kompetenzentwicklung von Lehrerinnen und Lehrern: Ausbildung und Beruf (S. 47- 70). Zeitschrift für Pädagogik, 51. Beiheft. Weinheim: Beltz.

    Lipowsky, F. (2009). Unterricht. In E. Wild & J. Möller (Hrsg.), Pädagogische Psychologie (S.74-101 ). Berlin: Springer.

    Mayring, Philipp (2000): Qualitative Inhaltsanalyse. Grundlagen und Techniken. Weinheim: Deutscher Studien Verlag.

    Renkl, A. (1997). Lernen durch Lehren: Zentrale Wirkmechanismen beim kooperativen Lernen. Wiesbaden: Deutsche Universitäts-Verlag.

  • Chancen im regulären Leseunterricht für alle Kinder eröffnen – Wie gehen Lehrkräfte mit individuellen Lernständen und –entwicklungen im Leseunterricht der Grundschule um?

    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)

    Laufzeit: 1. Januar 2009 - 30. Dezember 2012
    Mittelgeber: Staedtler-Stiftung

    Lehrkräfte an Grundschulen stehen vor der besonderenHerausforderung, für Schüler mit heterogenen Lernausgangslagen adaptiveLerngelegenheiten und Lernbedingungen zu schaffen.

    Zielsetzung

    Ziel des Projekts ist die Identifikation vonUnterrichtsmustern erfolgreicher Lehrer, denen es gelingt, alle Kinder optimalim Leistungs- und Persönlichkeitsbereich im Lernbereich Lesen zu fördern.

    Methode: Design, Instrumente, Stichprobe

    Theoretisch und empirisch bedeutsame Erklärungsvariablen (wie z.B. Differenzierungsmaßnahmen, Rückmeldung, Umgang mit Fehlern, individuelle Förderung, usw.) werden übersogenannte Unterrichtstagebücher und Interviews von Lehrkräften erfasst.

    Zusätzlich werden über mehrebenenanalytischeAuswertungsverfahren Auswirkungen von Merkmalen der Lehrerpersönlichkeit(inklusive überzeugung und spezifische Selbstwirksamkeitserwartung im Umgangmit Heterogenität) auf die Gestaltung und den Erfolg des Leseunterrichtsgeprüft.

    Die Stichprobe umfasst 19 erste Klassen und 23 dritteKlassen mit ihren Lehrkräften.

  • Starke Kinder haben einen starken Anfang: Vom Kindergarten in die Grundschule - Übergangsprojekt zur Persönlichkeitsförderung

    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)

    Laufzeit: 1. Januar 2009 - 31. Dezember 2011
    Mittelgeber: Stiftungen

    Zielsetzung
    Entwicklung und Evaluation zweier Programme für Kita und Grundschule zur Förderung emotionaler, personaler und sozialer Kompetenzen im übergang

    Methode

    Der Übertritt vom Kindergarten in die Grundschule stellt für Kinder ein kritisches Lebensereignis dar, zu dessen erfolgreicher Bewältigung nicht zuletzt eine stabile, resiliente Persönlichkeit beitragen kann. Ziel des Projekts ist es, Kinder beim Aufbau emotionaler, personaler und sozialer Kompetenzen sowie bei der erfolgreichen Bewältigung des Übergangs gezielt zu unterstützen. Dies geschieht durch zwei erprobte Fördermaßnahmen: „Bertram Blaubauch sucht sein Lachen“ für den Kindergarten und „Eine starke Reise mit der Klasse“ für den Anfangsunterricht der Grundschule. Die beiden kindgemäßen und materialintensiven Maßnahmen greifen auf dieselbe theoretische Grundkonzeption zu und sind in Bezug auf Inhalte und Struktur eng verzahnt sowie im Sinne anschlussfähiger Förderprozesse aufeinander aufbauend. Zusätzlich wurden übergangsspezifische Einheiten entwickelt, die zum Teil gemeinsam von Fachkräften des Kindergartens und der Grundschule durchgeführt werden. Die inhaltliche Kontinuität und die Vernetzung von vorschulische Einrichtung und Grundschule (gemeinsame Fortbildungen, Kooperation und Austausch bei der Durchführung) im Gesamtprojekt sind Qualitätsmerkmale der Intervention. Im Rahmen der Evaluation wird das Projekt mit seinen Förderprogrammen sowohl auf seine Effektivität als auch auf seine Akzeptanz hin überprüft. Dabei wird in systemischer Sichtweise  nicht nur die Perspektive von Fachkräften im Kindergarten und Lehrkräften erfasst, sondern auch die Perspektive von Kindern und Eltern. Beteiligt sind 28 Kindergartengruppen mit ihren Fachkräften und 10 Grundschulklassen (erste Jahrgangsstufe) mit ihren Lehrkräften.

  • Unterrichtshandeln von Lehrkräften im Deutschunterricht der Grundschule - Teilstudie im Kooperationsprojekt des Zentralinstituts für Lehr-Lernforschung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (ZiLL) mit dem Institut für Grundschulforschung unter dem Titel Motivation im Deutschunterricht der Grundschule.

    (Projekt aus Eigenmitteln)

    Laufzeit: 1. Januar 2008 - 30. Dezember 2017

    Diese Teilstudie hat zum Ziel, tatsächliches Unterrichtshandeln von Lehrkräften im Deutschunterricht zu erfassen. Diese Daten werden mit Unterrichtstagebüchern erfasst und für die Hauptstudie zur Erklärung von Zielorientierungen von Grundschülern genutzt.

    Die Teilstudie des Instituts für Grundschulforschung beschäftigt sich speziell mit dem Rückmeldeverhalten von Lehrkräften (öffentliche versus persönliche Rückmeldung, sozialer versus individueller Fokus, positive versus negative Fehlerkultur). Dabei interessieren Unterschiede zwischen den Lehrern bzw. die Erklärungskraft der Lernbereiche für die Unterschiede zwischen den Unterrichtstagen.

    Weiterhin wird der Frage nachgegangen, ob Orientierungen von Lehrkräften, insbesondere Selbstwirksamkeitserwartungen, sich auf das Lehrerhandeln auswirken. Außerdem werden Effekte des Rückmeldeverhaltens auf Schüler(-merkmale) geprüft. Alle Daten werden aufgrund der hierarchischen Datenstruktur mehrebenenanalytisch ausgewertet.

    Die Stichprobe umfasst 16 dritte Klassen und 22 vierte Klassen von Grundschulen im Nürnberger Raum.

  • GEBF (Gesellschaft für Empirische Bildungsforschung), weitere Infos: Homepage GEBF
  • GDSU (Gesellschaft für Didaktik des Sachunterrichts), weitere Infos: Homepage GDSU
  • DGfE (Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft), weitere Infos: Homepage DGfE

Kommission Grundschulforschung und Pädagogik der Primarstufe (AG PriQua, Primarschulforschende in der Qualifikationsphase,)

  • Vizepräsidentin Education der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen Nürnberg (weitere Infos)