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Florian Trinks

Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und -didaktik mit dem Schwerpunkt Umgang mit Heterogenität

Wissenschaftliche Mitarbeitende

Adresse

Regensburger Straße 160 90478 Nürnberg
Zimmer: 02.011, Geschoss: 02

Sprechstunden

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„Gesundheit heißt für mich Freiheit und Vitalität auf körperlicher, geistiger und sozialer Ebene und dementsprechend Lebensfreude! Aufgrund der Komplexität von Gesundheit als Konstrukt, möchte ich durch meine Forschung und Seminare dazu beitragen, das große Thema Gesundheitsförderung in der Grundschule am Institut für Grundschulforschung voranzutreiben und Studierende bei der Entwicklung entsprechender Kompetenzen unterstützen.“

Florian Trinks
Akademischer Werdegang und berufliche Tätigkeit
seit 04/2025Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Doktorand) am Institut für Grundschulforschung, Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg
01.10.2024- 31.03.2025Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Vertretung Dr. Simon Meyer) am Institut für Grundschulforschung (50%), Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg,Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt „bikepool“ am Department für Sportwissenschaft und Sport (50%), Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg
29.04.2024 –26.07.2024Tätigkeit als Mobile Reserve für das Schulamt Nürnberger Land
24.04.2024-26.07.2024Dozent an der vhs unteres Pegnitztal im Bereich Sport AG im GanztagBeginn WS 2020 – Ende WS 2024 Studium für das Lehramt an Grundschulen (Hauptfach: Sport, Didaktikfächer: Mathematik, Deutsch, Geographie), Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg mit dem Abschluss des Bachelor of Education (B.Ed.) und des 1. Staatsexamens
01.07.2010-30.06.2019Lizenzspieler im Bereich Fußball (Karriereende aufgrund von Sportinvalidität)

  • Gesundheitsförderung im institutionellen Kontext (Grundschule, Lehrkräfte, Studierende) – Schwerpunkt: Wie können (angehende-) Lehrkräfte befähigt werden, gesundheitliche Themen in der Grundschule so aufzubereiten, dass sie wiederum Kinder befähigen können, sich (selbstbestimmt-) und aktiv um ihre Gesundheit zu kümmern?
  • Grundschulspezifische Übergänge im Bildungsverlauf
  • Bildung für nachhaltige Entwicklung im Sachunterricht der Grundschule
  • Digitale Medien im Unterricht

  • DIMIS: Mitarbeit in einem Forschungsprojekt - Im Rahmen des Forschungsprojektes DIMIS (Digitale Medien iSachunterricht der Grundschule aus Lehrkraftperspektive) wird unter anderem explorativ aus Lehrkräfteperspektive untersucht, welche digitalen Medien von Lehrkräften zu welchem Zweck im Schulalltag eingesetzt werden. Hierbei steht im Fokus, unter welchen Perspektiven des Sachunterrichts der Einsatz erfolgt und wie es Lehrkräften gelingt durch einen gezielten Einsatz digitaler Medien heterogene Lernvoraussetzungen zu erfassen- und ein entsprechendes Differenzierungsangebot zur Verfügung zu stellen. Hierbei soll zusätzlich erforscht werden, inwiefern spezifische Kompetenzen der Lehrkräfte mit dem Einsatz digitaler Medien korrelieren. Aufgrund der bereits erhobenen Daten besteht die Möglichkeit für weitere Publikationen innerhalb dieses Projektes.
  • Bikepool: Leitende Verantwortung in einem Forschungsprojekt
    Der gemeinnützige Verein bikepool Hessen e.V. widmet sich der Umsetzung von Fahrradangeboten an hessischen Schulen und setzt sich für ein fahrradfreundliches Umfeld sowie die Ausbildung von interessierten Lehrkräften ein. Bikepool gelang es bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt ca. 160 Bikeschools in Hessen zu etablieren, wodurch das Projekt aus Sicht der Gesundheitsförderung und Prävention sowie Nachhaltigkeit als hochrelevant einzustufen ist. Das Ziel der Studie ist es, durch eine umfassende Evaluation im mixed-methods-Design, den sogenannten Public-Heath-Impact der Bikepool-Interventionen zu erfassen. Hierfür ist es von Interesse, Förderfaktoren und Barrieren hinsichtlich einer Verstetigung zu identifizieren, um zukünftige Interventionen zu optimieren und weiteres Wachstum zu generieren.
  • Enas-Geko: Enas-Geko: Entwicklung allgemeiner und spezifischer Gesundheitskompetenzen bei Grundschulkindern: Ein Training zur Auswahl und Umsetzung von Gesundheitsstrategien


    (Projekt aus Eigenmitteln)
    Project leader:
    Term: since 1. Oktober 2025
    Acronym: Enas-Geko

    Kinder und Jugendliche haben Schwierigkeiten damit, Gesundheitsinformationen zu recherchieren, kritisch zu bewerten und in gesundheitsrelevantes Verhalten zu überführen (Sendatzki et al., 2022). So verfügen rund 27 % der Kinder nach der Grundschule über eine geringe Gesundheitskompetenz (GK), was einen signifikant höheren Anteil im Vergleich zu Jugendlichen im Alter von 13 bis 15 Jahren darstellt (ebd.). GK als Zusammenspiel aus Wissen, Motivation und Fähigkeiten befähigt dazu, Gesundheitsinformationen zu finden, zu verstehen, kritisch zu beurteilen und im Alltag anzuwenden (Sørensen et al., 2015). Dabei wird unterschieden zwischen allgemeiner GK, die übergreifende Fähigkeiten im Umgang mit gesundheitsbezogenen Informationen umfasst, und spezifischer GK, die sich auf einzelne Handlungsfelder wie Ernährung, Bewegung oder mentale Gesundheit bezieht (Jordan et al., 2025). Eine besondere Rolle spielt dabei auch, dass GK eine soziale Praktik darstellt und im Zusammenspiel mit anderen entsteht (Bauer, 2020). Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie Grundschulkinder frühzeitig darin unterstützt werden können, ihre Gesundheit aktiv und reflektiert zu gestalten und hierzu sowohl allgemeine als auch spezifische gesundheitsbezogene Kompetenzen zu entwickeln (Giest & Hintze, 2025).
    Bisherige Forschungsarbeiten zur GK bei Kindern und Jugendlichen sind überwiegend der quantitativen GK-Forschung zuzuordnen (Bittlingmayer et al., 2020) und stützen sich primär auf Selbsteinschätzungen oder leistungsbezogene Messverfahren (Jordan et al., 2025). Hierbei fehlt oftmals die Ausrichtung an den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen (Bollweg & Okan, 2020). Qualitative Zugänge ermöglichen es hingegen, Einblicke in gesundheitsbezogene Erfahrungen sowie individuelle Einschätzungen der GK von Grundschulkindern in verschiedenen Handlungsfeldern zu gewinnen und dabei deren Perspektive systematisch einzubeziehen. Das vorliegende Dissertationsprojekt verfolgt das Ziel, mithilfe leitfadengestützter Interviews zu rekonstruieren, welche subjektiven Theorien Kinder zum Konzept der GK entwickeln und wie diese im Rahmen eines Strategietrainings, das auch auf gegenseitige Unterstützung abzielt, weiter ausdifferenziert werden können. Damit leistet das Projekt einen Beitrag zur Klärung grundschulspezifischer Bildungsprozesse im Spannungsfeld zwischen Grundlegung und Anwendungsbezug. Folgende Fragestellungen stehen im Fokus:

    • Welche Bedeutung hat ein Strategietraining für die Entwicklung gesundheitsbezogener Kompetenzen von Grundschüler*innen?
    • Wie begründen Grundschüler*innen die Auswahl und Anwendung gesundheitsförderlicher Strategien in den verschiedenen Handlungsfeldern?
    • Welche Faktoren erleben Kinder als förderlich oder hinderlich bei der Anwendung ihres gesundheitsbezogenen Wissens in gesundheitsförderlichen Strategien?
    • Welches gesundheitsbezogene Unterstützungsverhalten beschreiben Kinder der dritten Jahrgangstufe vor und nach dem Strategietraining?

    Die explorative Enas-GeKo-Studie basiert auf qualitativen Daten. Geplant ist die Befragung von 35 Drittklässler*innen mittels leitfadengestützter Interviews (vgl. Schmidt, 2025) in einem Prä-Post-Follow-up-Design mit Wartekontrollgruppe. Zwischen den beiden Haupterhebungen wird ein fünf Doppelstunden umfassendes Gesundheitsstrategietraining in fünf bis sieben Erhebungsklassen durchgeführt. Neben der allgemeinen GK sollen hierbei die Handlungsfelder Ernährung, Bewegung und psychische Gesundheit adressiert werden, worin explizit das gesundheitsbezogene Unterstützungsverhalten integrativ gefördert wird. Ziel der Forschung ist es, Erkenntnisse über Handlungsspielräume bezüglich der eigenen Gesundheit, über Entscheidungs- und Handlungsstrategien im Alltag der Kinder sowie über die Entwicklung eines peerbezogenen Unterstützungsverhaltens zu gewinnen. Zu diesem Zweck werden die erhobenen Daten mithilfe der qualitativen Inhaltsanalyse und anschließender Quantifizierung in einem deduktiv-induktiven Vorgehen (Mayring, 2022) ausgewertet.

Trinks, F., Jandl, V. & Kopp, B. (18.09.2025). Herausforderungen und Chancen beim Einsatz digitaler Medien im Sachunterricht – Erste Ergebnisse aus dem DIMIS-Projekt. Vortrag auf der 33. Jahrestagung der Kommission Grundschulforschung und Pädagogik der Primarstufe der DGfE  (Veranstalter DGfE, Pädagogische Hochschule Vorarlberg).

Jandl, V., Baumann, R., Trinks, F., Ertl, S. & Kopp, B. (07.03.2025). Der Einsatz digitaler Medien im Sachunterricht der Grundschule – Erste Ergebnisse aus dem DIMIS-Projekt. Vortrag auf der 34. Jahrestagung der Gesellschaft für Didaktik des Sachunterrichts (Veranstalter GDSU, Universität zu Köln).