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Prof. Dr. Sonja Dollinger

  • Lernentwicklungsgespräche - Effekte auf Fähigkeitsselbstkonzept, Attributionen und Motivation von Kindern im Grundschulalter
    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)
    Laufzeit: 1. Januar 2019 - 31. Dezember 2020
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)

    Zentrales Ziel der Studie ist die Beantwortung der Frage, inwieweit
    Lernentwicklungsgespräche günstige Auswirkungen auf motivationale
    Aspekte des Lernens von Grundschulkindern haben, wenn sie entsprechend
    zentraler Elemente des Formativen Assessments durchgeführt werden.
    Untersucht werden sollen das Fähigkeitsselbstkonzept, Attributionen
    sowie die Qualität der Motivation. Lernentwicklungsgespräche – Gespräche
    zwischen Schüler*in und Lehrer*in im Beisein mindestens eines
    Erziehungsberechtigten – stellen ein Verfahren der Leistungsrückmeldung
    (und -beurteilung) dar, in dem zentrale Elemente Formativen Assessments
    gut umgesetzt werden können, wie z.B. der Einbezug von
    Selbstwertung/Selbstreflexion, Rückmeldungen zu Lernstand und
    Lernentwicklung unter Verwendung kriterialer und individueller
    Bezugsnorm, lernförderliches Feedback sowie die Vereinbarung klarer
    Ziele. Verschiedene Studien bestätigen positive Effekte des Formativen
    Assessments auf die motivationalen Aspekte des Lernens, allerdings nur
    dann, wenn die einzelnen Elemente auf tiefenstruktureller Ebene
    umgesetzt werden. Da bezüglich der konkreten Umsetzung von
    Lernentwicklungsgesprächen kaum inhaltliche oder methodische Vorgaben
    bestehen, ergibt sich hier eine große Varianz. Die bisher durchgeführten
    Forschungsarbeiten zu Lernentwicklungsgesprächen beziehen sich
    vorrangig auf die gesprächsanalytische Perspektive. Zur (Qualität der)
    Umsetzung sowie zu den Effekten von Lernentwicklungsgesprächen gibt es
    kaum empirische Evidenz. Diese Lücke soll mit der geplanten Studie
    geschlossen werden. Zu diesem Zweck wird die Qualität von
    Lernentwicklungsgesprächen aus Sicht der beteiligten Schüler*innen und
    Lehrpersonen sowie durch externe Beobachtung erhoben. Die Effekte auf
    Fähigkeitsselbstkonzept, Attributionen und Motivation werden mithilfe
    eines Prä-Post-Follow-Up-Designs untersucht.

DGfE (Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft), Kommission Grundschulforschung und Pädagogik der Primarstufe; weitere Infos: Homepage DGfE

AG Inklusion der Konferenz der bayerischen Grundschulpädagoginnen und -pädagogen